Reichlich Applaus ernteten die 13 Mädchen und Jungen, die vier Wochen lang probten, um vor den Schülern der Grundschule im Ankuhn das diesjährige Krippenspiel aufzuführen. Dies geschah wie seit Jahren schon in Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Marien um Pfarrerin Sabine Blaszcyk und Gemeindepädagogin Heike Schwanholt.

Zerbst. "Du magst deine Frau. Du machst Dir Sorgen um sie und bist fürsorglich." Gemeindepädagogin Heike Schwanholt schwört Josef, gespielt von Franz, noch einmal auf seine Rolle ein. Dann beginnt das Krippenspiel im Pfarrhaus der Gemeinde St. Marien.

Traditionell studieren dort Grundschüler, die zum Großteil aus der benachbarten Schule kommen, ein Krippenspiel ein, das sie ihren Klassenkameraden vor den Weihnachtsferien präsentieren. In diesem Jahr stehen dabei die Hirten im Vordergrund. Hirte Jakob berichtet von der Geburt des Heilands und möchte mit allen anderen Hirten das Christuskind besuchen. Thomas hingegen kann das gar nicht verstehen. Er will lieber allein losziehen, als auf die anderen zu warten und Rücksicht auf sie zu nehmen.

Und so kommt es, dass die Hirten gemeinsam den beschwerlichen Weg auf sich nehmen, das Kind finden und ihm ihre Gaben darreichen. Thomas hingegen läuft im Kreis und landet wieder bei Jakob, ohne das Kind gesehen zu haben. Mehr noch, er verpasst auch die zweite Gelegenheit, das Kind zu sehen. Währenddessen bleibt dem treuen Hirten Jakob das Glück holt, das Kind zu sehen.

Vier Wochen lang probten die 13 Darsteller jeden Donnerstag für diese Aufführung. Mit Erfolg. Die Grundschüler aus dem Ankuhn, die alle bei der Aufführung dabei waren, applaudierten ganz laut, als das Stück zu Ende war. Sie fanden es toll. Und auch die kleinen Schauspieler waren recht zufrieden mit sich. Zum Beispiel meinte Franz, dass er gar nicht mehr nervös ist. "Ich habe ja nicht zum ersten Mal mitgespielt." Auch Marie (Maria) und Christoph (Jakob) nickten eifrig bei der Frage, ob sie zufrieden mit ihrem Auftritt waren.

"Die Kinder mussten schon recht viel Text lernen. Dafür haben sie es gut gemacht", lobt auch Heike Schwanholt. Dennoch bleibt ihnen eine weitere Probe nicht erspart. Schließlich werden sie das Stück noch einmal aufführen – an Heiligabend, zur 1. Christvesper im Pfarrhaus St. Marien um 14.30 Uhr.

Dann werden auch die Zuschauer zum Mitmachen aufgefordert. Gesungen wird gemeinsam "Alle Jahre wieder" und die Besucher werden erfahren, warum Thomas auch die zweite Gelegenheit verpasst, das Christuskind zu sehen.