Im kommenden Jahr soll der neue Fläming-Radweg von Dessau-Roßlau über Mühl-stedt, Natho, Garitz und Grimme bis zur Landesgrenze Brandenburg ausgeschildert werden. Außerdem ist geplant, mit Flyern und Aktionen im Internet für die attraktive Route zu werben.

Zerbst (mz/dsk). Der Fläming punktet dieser Tage mit einem Wintermärchen, doch im Verein als Träger des Naturparks denkt man bereits an die Zeit ohne Schnee. So soll im kommenden Jahr die Ausschilderung des neuen Fläming-Radweges von Dessau-Roßlau über Mühlstedt, Natho, Garitz und Grimme bis zur Landesgrenze Brandenburg in Angriff genommen werden.

"Der Radtourismus boomt. Und wir brauchen ein Angebot auch im Westen des Flämings", sagt Naturpark-Geschäftsführerin Elke Andrea Ciciewski. Bislang würden Radwanderer entweder den Elberadweg oder im Osten den R 1 nutzen. "Und damit fahren sie am Kerngebiet des Naturparks vorbei", bemerkt Ciciewski.

Die Planungen für die neue touristische Drahtesel-Route haben in diesem Jahr begonnen. Zunächst erarbeitete die Naturpark-Geschäftsstelle ein Konzept, sichtete Wege und überprüfte Verbindungen etwa zu Gaststätten und Sehenswürdigkeiten. Im Ergebnis einigte man sich mit dem benachbarten Naturpark "Hoher Fläming", der das Projekt unterstützt, auf eine knapp 60 Kilometer lange Strecke von Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark, dort trifft dieser auf den R 1) bis nach Dessau. Die Tour führt über befestigte Waldwege, wenige befahrene Straßen und entlang von Ackerflächen.

"Der Ausbau entspricht zwar nicht den Qualitätsnormen für Radwege, ist aber annehmbar", erklärt die Geschäftsführerin. Neue Teilstücke kommen dennoch hinzu. So will die Stadt Dessau-Roßlau mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II im Frühjahr einen vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Natho und Mühlstedt bauen lassen.

Demnächst will der Naturpark in die Werbung für den Fläming-Radweg einsteigen. Geplant sind Flyer und Aktionen im Internet. Entlang des Kurses lohnen Abstecher zum Märchenwald Golmenglin, der Bauernkate und dem Dorfmuseum in Reuden, dem Wiesenburger Schlosspark oder der Burg Eisenhardt in Bad Belzig.

Zwischendurch können Touristen allerdings auch die Bahn nutzen. "Das ist ein logistischer Vorteil", findet Ciciewski, die allerdings noch Nachholbedarf bei der gastronomischen Versorgung sieht. "Wir drängen auf verlässliche Öffnungszeiten. Es kann nämlich nicht sein, dass einige Lokale erst am Abend zu Tisch bitten, wenn die Radfahrer längst durch sind." Und dann sei der Naturpark "Hoher Fläming" am Zug, die Beschilderung auf seinem Territorium fortzusetzen.

www.naturpark-flaeming.de