Zerbst. Zahlreiche Schüler fehlten gestern entschuldigt beim Unterricht, da keine Busse über Land fuhren.

In der L-Schule in Güterglück kamen elf Mädchen und Jungen zum Unterricht. " Das sind die Heimkinder, die vom Albert-Schweitzer-Familienwerk Sachsen-Anhalt gebracht wurden ", erzählt Schulleiterin Kathrin Noack. Dennoch ist der Ausfall hier enorm. 94 der insgesamt 95 Schüler kommen aus dem Umland. Dementsprechend konnte gestern auch nicht der normale Unterricht gefahren werden. " Wir haben stattdessen eine veränderte Unterrichtform gemacht mit Gruppen-, Bastel- und Sportangeboten. " Das werden wir auch heute so machen und hoffen, dass bald wieder Normalität herrscht. "

In der Ciervisti-Ganztagsschule hingegen ist der Unterricht normal angelaufen. " Es fehlen einige, aber die Klassenstärken sind noch immer ausreichend, um den Stoff planmäßig vermitteln zu können ", erklärt Schulleiter Franz Köppe.

" Bei uns sind etliche Klassen unvollständig ", erzählt Veronika Schimmel, stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Francisceum. In einigen Klassen fehlten gestern so viele Schüler, dass manche Klassenverbände zusammengelegt wurden. Somit fand für die einen ein planmäßiger Unterricht statt, andere Klassenstufen legten Übungsstunden ein. " In jedem Fall fand jedoch Unterricht statt. "

Allerdings wurden die für gestern angesetzten Klausuren der Kursstufen gestrichen und auf Montag verschoben. " Ein Großteil der Fahrschüler fehlt nunmal. Ich sehe das als höhere Gewalt an ", sagt Veronika Schimmel.