Von Antje Rohm

Zerbst. Den Abbruch maroder Decken aus den Jahren 1954/55, den Einzug neuer Stahlbetondecken sowie die Verlängerung der neuen Nebentreppe bis in das zweite Obergeschoss sind die Vorhaben, die die Sicherungsmaßnahme III/2 am Zerbster Schloss ausmachen. Sie betreffen den sogenannten Pavillonbereich im Ostteil des Schlossflügels. "Dieses Mal zur Stadtseite hin", so Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst. Vorbote der Sicherungsmaßnahme ist eine Rüstung, die jetzt wieder am Schloss steht und gebraucht wird für die noch notwendigen Vorarbeiten. Richtig beginnen sollen die Bauarbeiten im September.

Der Förderverein hatte die Sicherungsmaßnahme erst zurückgestellt und dann geteilt, weil sie nicht im vollem Umfang finanzierbar war. Der erste Bauabschnitt war 2010 realisiert worden. In den zweiten Bauabschnitt fließen 119000 Euro, gefördert vom Land, vom Landkreis, der Stadt Zerbst und Lotto-Toto.

Entstehen wird unter anderem eine größere Stahlbetondeckenplatte, die mehrere Räume überspannt, die in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr vorhanden sind. Im Bereich des ehemaligen Schlafzimmers von Johanna Elisabeth, der Bibliothek, des Zedern- und des Gel-ben Kabinetts "ist 1945 eine Bombe bis in den oberen Keller durchgeschlagen".