Magdeburg. Es Kinderhospiz im Luisenhaus in den Pfeifferschen Stiftungen hat am Mittwoch eröffnet. Mit dabei waren Ministerpräsident Reiner Haseloff als Schirmherr, zahlreiche Spender und weitere Gäste aus Politik und Gesellschaft Sachsen Anhalts. Es handelt sich bei der Einrichtung um das erste Kinderhospiz Sachsen-Anhalts und um das erste evangelische Kinderhospiz in den neuen Bundesländern.

Zahlreiche Spender haben in den vergangenen Monaten die Pfeifferschen Stiftungen beim Bau des Kinderhospizes unterstützt. Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen, sagte: "Zahlreiche Spender machten es zu einer Herzensangelegenheit, sich mit ihren Ideen für den Bau einzusetzen. Aber auch nach der Bauphase ist das Kinderhospiz auf Spenden angewiesen." Grundsätzlich muss ein Kinderhospiz einen Teil der Kosten für die palliativ-medizinische und palliativ-pflegerische Versorgung der Kinder pro Kind und Tag allein durch Spenden finanzieren. Hinzu kommt der Bedarf an finanziellen Mitteln für die Begleitung der Familien. Diese können bei ihren erkrankten Kindern bleiben und mit ihnen gemeinsam und den Geschwisterkindern die Angebote des Kinderhospizes nutzen.

Im Kinderhospiz sollen sterbende Kinder und Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen versorgt werden. Dabei stehen die palliativmedizinische und palliativ-pflegerische Versorgung der Kinder und die Begleitung ihrer Familien im Vordergrund. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass schwerstkranke Kinder eine begrenzte Zeit im Kinderhospiz aufgenommen werden können, damit die Eltern für ihren schweren Pflegealltag zu Hause Kraft und Energie schöpfen können. In liebevoll gestalteten Zimmern können Eltern und Geschwister gemeinsam die letzte verbleibende Zeit mit ihrem Kind verbringen.

Während der Eröffnung gestalteten Mitarbeiter der Stiftungen und Schüler der Europaschule Haldensleben den Eröffnungsgottesdienst. Reiner Haseloff sagte dort: "Ich bin dankbar dafür, dass in den Pfeifferschen Stiftungen mit dem Kinderhospiz nun ein Ort entstanden ist, der aus christlichem Geist heraus die umfassende Sorge um todkranke Menschen möglich macht. Mit der großen Spendenbereitschaft, die den Aufbau und den Dienst des Hospizes unterstützt, wurde ein eindrucksvolles und bleibendes Zeichen der Mitmenschlichkeit in unserem Land gesetzt."

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