LeipzigerStraße l Nach dem Brand im Studentenklub "Kiste" hat den Trägerverein eine Welle der Hilfsbereitschaft erreicht. "Wir haben jede Menge Hilfsangebote bekommen", sagte Vereinschefin Christina Baltruks. Die "Kiste", seit 38 Jahren ein beliebter Treffpunkt für die Kultur- und Partyszene insbesondere unter Studenten, war am Donnerstagmorgen bei einem Feuer vollständig niedergebrannt.

Nach Klubangaben habe der Ortsverband des Technischen Hilfswerkes zugesagt, bei Bedarf zu unterstützen. Mehrere Künstler kündigten an, bei Benefizveranstaltungen zugunsten des Studentenklubs aufzutreten. Architekten meldeten sich beim Trägerverein und boten an, bei der Planung des Wiederaufbaus zur Verfügung zu stehen. "Das ist für uns eine ganz tolle Erfahrung und vor allem ein Mutmacher nach der Katastrophe", sagte Vereins-chefin Christina Baltruks.

Am Abend sollte auf einer Sitzung des Klubrates auf der nichtbetroffenen Freifläche des Studentenklubs das weitere Vorgehen besprochen werden. Geprüft werde auch, ob übergangsweise in anderen Einrichtungen Veranstaltungen der "Kiste" stattfinden können.

Kurz nach dem Brand hatten Klinikleitung und Fakultät erklärt, den Studentenklub wieder aufbauen zu wollen. Zwar gebe es noch keine Pläne, man werde das aber irgendwie schaffen, hatte Hermann-Josef Rothkötter, Dekan der Medizinischen Fakultät, versichert. Allerdings sei unklar, ob und was die Gebäudeversicherung zahle. Das Inventar des Vereins war zudem nicht versichert.

Der Verein hofft deshalb weiter auf Spenden. Christina Baltruks: "Wir freuen uns über jeden Euro, aber auch jede andere Form von Zusagen von helfenden Händen bis zur Bereitstellung von Technik."