Magdeburg. Die Bewohner der Magdeburger Stadtteile Rothensee und vom Werder können zurück in ihre Wohnungen. Das hat der Katastophenschutzstab am Dienstagvormittag beschlossen. "Die Betroffenen sollten jedoch unbedingt die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) kontaktieren, ob die Stromversorgung in dem jeweiligen Haushalt wieder gewährleistet werden kann", heißt es in einer Mitteilung der Magdeburger Stadtverwaltung. Die Rufnummern lauten (0391) 587-2050, -2072 und - 2079.

Die Menschen aus Ostelbien können dagegen noch nicht zurückkehren. Grund: Der Druck auf die Deiche sei wegen des Hochwassers noch immer zu groß. Nochmals macht die Magdeburger Stadtverwaltung auf das Betretungsverbot für alle Deichanlagen aufmerksam: "Alle Deiche im Stadtgebiet werden weiterhin rund um die Uhr bewacht. Das Betreten ist streng verboten. Bei Verstößen werden sofort bis zu 400 Euro fällig. Das Ordnungsamt kontrolliert."

Unterdessen geht der Pegelstand der Elbe in Magdeburg weiter zurück. Er lag um 9 Uhr am Pegel der Magdeburger Strombrücke bei 6,84 Meter. Das allerdings ist immer noch ein Wert über dem des Jahres 2002, als eine in ihren Ausmaßen bis dahin unbekannte Flut die Elbe hinabgerollt war. Die Einsatzkräfte der Deichverteidigung und Gefahrenabwehr in der Landeshauptstadt bekämpfen im Stadtgebiet weiterhin an vielen Stellen das extreme Hochwasser. So wurden in den vergangenen zwölf Stunden erneut einige Sickerstellen an den Deichen bei Pechau und Randau gesichert. Derzeit sind im gesamten Stadtgebiet noch rund 3600 Einsatzkräfte vor Ort.

Wegen der sinkenden Pegelstände des Elbehochwassers tritt in den Hafenbecken des Rothenseer Industriehafens kein Wasser mehr über. Dagegen müssen weiter nördlich am Rothenseer Hansehafen die Uferkanten noch einige Zeit gesichert werden.

Am Vormittag wird das Schleinufer wieder geöffnet, da die Sperrungen nicht mehr notwendig sind.