Stadtfeld (jw) l Mit großer Spannung haben die Schüler der 3. Klasse der Grundschule Diesdorf am Freitag auf ihren außergewöhnlichen Unterrichtstag gewartet, denn eine Exkursion in die Uni-Frauenklinik in der Gerhart-Hauptmann-Straße stand auf dem Programm.

"Die Schüler erfahren etwas über die normale Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett als natürliche Lebensprozesse und wir möchten ihnen Informationen zur Lebensweise, zum Stillen und zum Umgang mit Säuglingen vermitteln", informiert Alexandra Becker zum Hintergrund des besonderen Projekttages. Zusammen mit Nicole Niemann betreuen die beiden Praxisanleiterinnen des Ausbildungszentrums für Gesundheitsfachberufe des Uniklinikums das Projekt, bei dem Auszubildende die Möglichkeit bekommen, ihr erlerntes Wissen zum Thema Geburtshilfe Schülern der 3. Klasse altersgerecht darzubieten. Am Freitag war es nun so weit. Die Auszubildenden hatten sich auf Fragen wie "Warum hat Mutti einen so dicken Bauch" oder "Bringt der Klapperstorch wirklich die Kinder" eingerichtet.

Diesmal waren es die angehende Hebamme Lisa Grahn (1. Ausbildungsjahr) und der künftige Krankenpfleger Johannes Adam, die den Mädchen und Jungen auf verständliche Weise erklärten und anhand von realitätsnahen Modellen zeigten, wie das in Wirklichkeit ist. Wie ein Kind im Bauch der Mutter wächst und wie es dann, wenn es groß genug ist, geboren wird. Neugierig stellten die kleinen Besucher viele Fragen: Warum ertrinkt ein Baby nicht in der Fruchtblase oder was passiert mit der Nabelschnur im Bauch der Mutter nach der Geburt?

Geduldig und kindgerecht beantworteten die beiden Schüler die Fragen. Anleiterin Alexandra Becker betont: "Es ist ganz wichtig, dass Pflegende und Hebamme immer ganz individuell ihr Wissen einsetzen und die Inhalte möglichst einprägsam und interessant vermitteln."

Die Grundschüler konnten aber auch selbst das Baden einer Babypuppe im Tummy Tub und das Anlegen einer Windel ausprobieren. Und natürlich war es besonders beeindruckend, dabei sein zu können, wie behutsam ein Neugeborenes versorgt wird. Sie konnten sich dann die Mutter-Kind-Station anschauen, von eigenen Erfahrungen mit kleinen Geschwistern berichten und alle Fragen stellen, wovon sie auch ausgiebig Gebrauch machten.