Schmalkalden (dpa). Am Krater von Schmalkalden in Thüringen sind vier Familien einen Tag nach dem Einsturz des Erdreichs in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Für die wieder freigegebenen Gebäude sei im Moment keine Gefahr im Verzug, sagte der Landrat des Kreises Schmalkalden-Meiningen, Ralf Luther (CDU). Sie stehen etwa 50 bis 80 Meter von der Unglücksstelle entfernt.

Die fünf Häuser unmittelbar am Rand des metertiefen Loches blieben hingegen weiter geräumt. Ihre 17 Bewohner können wahrscheinlich auf längere Sicht nicht mit einer Rückkehr rechnen.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen zum Verfüllen des Erdloches auf Hochtouren. Heute wird ein Spezialbagger mit einem 18 Meter langen Greifarm in der Stadt im Thüringer Wald erwartet. Außerdem wurde ein 30 Meter langes Förderband beordert.

Der metertiefe Schlund soll mit 40000 Tonnen Kies verfüllt werden. Dafür müssten 2000 Lasterladungen herangefahren werden, sagte Luther. "Wir wollen, dass sie möglichst rund um die Uhr fahren, um so viel wie möglich Kies heranzuschaffen." Bei den jetzt anfallenden Kosten will der Landkreis zunächst in Vorkasse gehen. Allein die Kiesmenge, die für das rund 20000 Kubikmeter große Loch nötig sei, werde rund eine halbe Million Euro kosten, sagte Landrat Luther.