Potsdam (dpa). Fachleute rechnen mit dem Schlimmsten: Der am meisten befahrene Autobahnabschnitt in den ostdeutschen Bundesländern auf der Autobahn A10 (südlicher Berliner Ring) ist seit vergangener Nacht wegen Bauarbeiten komplett dicht. Ein Stau bislang ungewohnten Ausmaßes wird befürchtet.

Morgen um 14 Uhr soll der 8,3 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Michendorf und Dreieck Potsdam wieder für den Verkehr frei sein. In der Zwischenzeit soll eine Brücke abgebrochen und eine neue errichtet werden. Die Arbeiten erfolgen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Autobahn. An Autofahrer wurde appelliert, den Abschnitt zu meiden. Der ADAC schließt Megastaus trotz Umleitungen nicht aus.

Durchschnittlich passieren pro Tag etwa 90000 Fahrzeuge den Abschnitt. In Spitzenzeiten können es auch bis 160000 sein. Vom Autobahnring A10 gehen die Autobahnen A9 Richtung Leipzig, A2 Richtung Magdeburg, A24 Richtung Hamburg und A11 Richtung Prenzlau, A12 Richtung Frankfurt (Oder) und A13 Richtung Dresden ab.

Der Sprecher des ADAC Berlin-Brandenburg, Carsten Zorger, sagte: "Es wird den größten Verkehrsstau geben, auch ohne Unfälle." Ernstzunehmende Empfehlungen zur Umfahrung könnten kaum gegeben werden. Auch Schleichwege würden an diesem Wochenende keinen Erfolg versprechen. "Man sollte den nördlichen Berliner Ring nutzen." Unwägbar sei das Verhalten von Lastwagenfahrern. Bei weiträumiger Umfahrung werde für sie mehr Maut fällig. Das wollten viele nicht zahlen.

Zunächst wird die alte Autobahnbrücke abgetragen und abtransportiert. Die neue werde auf speziellen Rollwagen gebracht. Sie ist 420 Tonnen schwer, rund 66 Meter lang und 7,40 Meter breit. Ratgeber IV