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34. Prozesstag Angeklagter räumt Treffen mit Block vor Entführung ein

Christina Block soll sich Ende 2023 mit den Entführern getroffen und ihnen gedankt haben. So hatte es der Chef des Teams im Prozess ausgesagt. Nun äußert sich ein Angeklagter aus Israel dazu.

Von dpa Aktualisiert: 30.01.2026, 15:45
Es ist bereits der 34. Tag im Prozess um die Entführung der Block-Kinder.
Es ist bereits der 34. Tag im Prozess um die Entführung der Block-Kinder. Marcus Brandt/Pool dpa/dpa

Hamburg - Ein Angeklagter, der die Block-Kinder entführt haben soll, hat seine bisherige Aussage vor dem Landgericht Hamburg korrigiert. Wenige Tage vor der Rückholaktion aus Dänemark habe es ein Treffen mit der ebenfalls angeklagten Unternehmerin Christina Block im Hotel „Grand Elysée“ gegeben, sagte der 36-Jährige.

Ihre Botschaft sei gewesen, dass sie dem Team für seine Hilfe danke. Der Großteil des Teams sei bei dieser Zusammenkunft maskiert gewesen. In früheren Aussagen hatte der Israeli das Treffen nicht erwähnt, sondern angegeben, er habe Block vor der Entführung nur aus der Ferne gesehen. Er habe nicht gewollt, dass die Mutter der Kinder ins Gefängnis müsse und es deshalb verschwiegen. „Ich möchte mich tief entschuldigen.“

Block bestreitet Auftrag zur Entführung

Von diesem Treffen erstmals im Prozess berichtet hatte vor einigen Wochen der mutmaßliche Chef der Entführer. Er hatte ausgesagt, dass die angeklagte Mutter von der geplanten Rückholung gewusst habe. Sein gesamtes Team sei aus Israel nach Hamburg gereist und habe sich am 28. Dezember 2023 im „Grand Elysée“ mit Christina Block getroffen.

Die 52-Jährige soll laut Anklage nach einem langen Sorgerechtsstreit die Entführung ihrer beiden Kinder vom Wohnort ihres geschiedenen Mannes in Dänemark in Auftrag gegeben haben. Sie bestreitet das. Die israelische Firma habe auf eigene Faust gehandelt.