Gesundheit Arbeit von Stelle für seltene Krankheiten erhält Mittel
In Sachsen-Anhalt leben laut Ministerium 100.000 Menschen mit einer seltenen Hautkrankheit oder dem Verdacht darauf. Das Mitteldeutsche Kompetenznetz Seltene Erkrankungen soll ihnen helfen.

Magdeburg - Das Land Sachsen-Anhalt will die Arbeit des Mitteldeutschen Kompetenznetzes Seltene Erkrankungen weiter fördern. Für die nächsten vier Jahre sollen jeweils rund 250.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Netzwerk gibt es seit 2013. Es wird von der Universitätsmedizin Magdeburg koordiniert und ist eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige.
Die Magdeburger arbeiten den Angaben nach eng mit der Universitätsmedizin Halle und dem Städtischen Klinikum Dessau zusammen. Ihre Arbeit soll zur Verbesserung von Diagnostik, Versorgung und Forschung im Bereich der Seltenen Erkrankungen beitragen.
Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, gelten zwischen 5.000 und 8.000 der 30.000 weltweit bekannten Krankheiten als selten. In Sachsen-Anhalt lebten schätzungsweise 100.000 Menschen mit einer seltenen Erkrankung oder dem Verdacht darauf. Eine Erkrankung gilt in der Europäischen Union als selten, wenn sie höchstens 5 von 10.000 Menschen betrifft.