Aufgespießt

Die Schlange beim Discounter

Wenn sich ein Gift-Reptil in den Baby-Salat verirrt

Von Siegfried Denzel

Was bedeutet eigentlich „Schlange beim Discounter“? Na klar: der Kundenansturm vor Ladenöffnung, wenn's mal wieder begehrte Aktionsware gibt. Oder das öde Anstehen vor der Kasse im Mief des Vordermannes.

Oder eine „Fleischbeilage“: „Vergangene Nacht hat mein Sohn eine kleine blassköpfige Schlange im Baby-Römersalat von Aldi gefunden“, zitierte der australische Sender ABC eine Mutter aus Sydney. Über Facebook verbreitete die Frau nicht nur Beweisfotos von der Baby-Schlange im Baby-Salat, sondern auch den Rat: „Bitte überprüft Euren verpackten Salat gut.“ Denn dass der Biss einer Blasskopfschlange laut Australian Museum zu Kopfschmerzen, Sehstörungen und Blutungen führen kann, kippt solch einen Salat zweifelsfrei von der Liste gesunder Lebensmittel.

Doch Ende gut, alles gut: Die Familie alarmierte die Wildtierrettungsorganisation WIRES und genoss dann die aus schlangenbefreitem Salat gemachten Wraps. Aldi forscht derweil, wie sich das Reptil ins Grünzeug „geschlichen“ hat. Denn eines steht laut Firmensprecher fest: Schlangen kommen Aldi nicht mehr in die Tüte.