Aufgespießt

Doch von Pappe: Olympias Anti-Sex-Betten

Dabeisein ist alles – auch wenn es die Kondome diesmal erst hinterher gibt

Von Axel Ehrlich
War früher vielleicht mal ein Eierkarton: Olympia Bett aus recycelter Pappe.
War früher vielleicht mal ein Eierkarton: Olympia Bett aus recycelter Pappe. Foto: dpa

Die Betten in den Sportler-Unterkünften bei Olympia sind schon legendär, bevor die Spiele überhaupt begonnen haben. Das muss an ihrem Material liegen – die Dinger sind aus recycelter Pappe. Die US-Zeitung New York Post kam mit der Theorie um die Ecke, dass Material und Bauweise der Sportler-Betten der Durchsetzung der Abstandsregeln unter den Athleten dienten. US-Läufer Paul Chelimo hatte zuvor getwittert, dass die Betten nur eine Person aushalten würden, um „außersportliche Situationen zu verhindern“. Der irische Turner Rhys MClenaghan will diese Theorie mit seinem selbstgedrehten Video widerlegen. Darin hüpft er wie wild auf seinem Papp-Bett umher, ohne, dass es kaputt geht.

Für die Anti-Sex-Theorie spricht immerhin der Aufruf der Olympia-Organisatoren an die Sportler, „unnötige Formen physischen Kontakts zu vermeiden“. Dagegen spricht wiederum, dass 160000 Kondome gratis verteilt werden. Allerdings erst nach Ende der Spiele. Was dann wiederum ein Argument für die Keuschheits-Variante ist. Was am Ende zählt, ist der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles. Wobei auch immer.