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Aufgespießt Piaggio stellt Produktion von italienischem Kultauto Ape ein

Nur in Indien darf das Liefer-Dreirad noch von den Bändern laufen.

Von Siegfried Denzel 04.12.2024, 13:30
Die Ape hat auch in Deutschland viele Freunde.
Die Ape hat auch in Deutschland viele Freunde. Foto: Imago/Funke Foto Service

Italien muss Abschied nehmen von einer weiteren Fahrzeugikone. Das Mäuschen (Fiat Topolino) ist schon lange im Museum, der Rotkopf (Ferrari Testarossa) fährt mangels Bezahlbarkeit und politischer Korrektheit auch kaum mehr umher. Und jetzt geht’s der Biene (Ape) an den Blech-Stachel: Ende des Jahres hält Hersteller Piaggio in Italien die Bänder an.

Das Lieferwägelchen ist zwar nichts anderes als eine dreirädrige Vespa mit Dach – aber hat jahrzehntelang all das fleißig zwischen Alpen und Kalabrien transportiert, was nach bella Italia klingt: Pizza oder Vino etwa; einige Ape-Piloten sollen sogar herrische Schwiegereltern auf die enge Ladefläche verbannt haben.

Auch in Deutschland ist das Gefährt beliebt: als Werbeträger für alles mögliche von Kaffee bis zu Freizeitparks. Doch: Die Ape ist tot, es lebe die Biene! In Indien darf sie weiter summen, wird dort viel billiger zusammengeschraubt und fällt auch in ein paar Jahren nicht unters EU-Verbrennerverbot.