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Musik Ausstellung zu Ehren des Komponisten Carl Maria von Weber

Fans des Musikers Carl Maria von Weber kommen in diesem Jahr an einem Besuch in Dresden nicht vorbei. Im Jubiläumsjahr für den Komponisten zeigt die Landesbibliothek auch originale Exponate.

Von dpa 03.02.2026, 17:08
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek zeigt eine Sonderausstellung zum 200. Todestag des Komponisten Carl Maria von Weber (Archivbild).
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek zeigt eine Sonderausstellung zum 200. Todestag des Komponisten Carl Maria von Weber (Archivbild). Sebastian Kahnert/dpa

Dresden - Die Stimmgabel und Handschriften des Komponisten: Carl Maria von Weber (1786-1826) wird in diesem Jahr an seiner früheren Wirkungsstätte Dresden gebührend gewürdigt. 200 Jahre nach dem Tod (5. Juli) des einstigen Hofkapellmeisters sind viele Veranstaltungen geplant. Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) - macht jetzt den Anfang. Die Ausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“ zeigt auch originale Dokumente des Musikers, der als Wegbereiter der Oper in Deutschland gilt. Die Schau ist ab Mittwoch im Buchmuseum der SLUB zu sehen hat bis 6. Juni geöffnet.

Dokumente von Webers Schaffen werden in Dresden aufbewahrt

Das Begleitprogramm bietet neben Führungen auch Konzerte und Vorträge. Ein Höhepunkt ist die Aufführung von Webers Singspiel „Abu Hassan“ als Figurentheater am 26. Februar. 

„Die SLUB Dresden bewahrt das historische Notenarchiv der Sächsischen Staatsoper und damit zentrale Zeugnisse der Dresdner Weber-Rezeption für nachfolgende Generationen“, erklärte Katrin Stump, Generaldirektorin der SLUB. Durch gezielte Erwerbungen werde diese Sammlung stetig erweitert. 

Weber gilt als Wegbereiter der deutschen Oper

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) sagte: „Der 200. Todestag Carl Maria von Webers bietet Anlass, sein musikalisches Erbe in Dresden aus neuen Perspektiven zu entdecken.“ Die Ausstellung der SLUB rücke Weber über den 'Freischütz' hinaus als Wegbereiter der deutschen Oper in den Fokus und mache mit einzigartigen Originalexponaten seine Dresdner Wirkungszeit unmittelbar erfahrbar.

Semperoper-Intendantin Nora Schmid bezeichnete die Exposition als „einzigartiges Fenster in Dresdens musikalische Geschichte“. „Carl Maria von Weber prägte die Dresdner Oper als Komponist, Dirigent, Impulsgeber der romantischen Oper und Kulturmanager so nachhaltig, dass sein Schaffen in Dresden auch heute noch unvermindert spürbar ist.“

Weber-Opern wurden nicht in Dresden uraufgeführt 

Weber kam 1817 als Kapellmeister an das Dresdner Hoftheater und wirkte hier bis zu seinem Tod. „Parallel zu seiner Tätigkeit als Dirigent verfolgt Weber die Entwicklung eines neuartigen Opernkonzepts. 'Der Freischütz' gilt schließlich als erste 'deutsche Nationaloper'“, erklärte Kuratorin Andrea Hammes. Dass Weber keine Oper zur Uraufführung in Dresden brachte, habe unter anderem an der unzureichenden Qualität des hiesigen Sängerpersonals gelegen. „Der Freischütz“ kam zuerst 1821 in Berlin auf die Bühne, im Jahr darauf in Dresden.

Manuel Gervink, Erster Vorsitzender der Internationalen Carl Maria von Weber-Gesellschaft, erinnerte daran, dass nicht nur „Der Freischütz“ andernorts die Uraufführung erlebte. „Die 'Euryanthe' war für Wien, der 'Oberon' für London, wo Weber auch starb – und erst Richard Wagner konnte 18 Jahre nach Webers Tod seine sterblichen Überreste nach Dresden überführen lassen.“ Dennoch könne sich Dresden als „Weber-Stadt“ bezeichnen. 

Besucher sollen in die Musikwelt des 19. Jahrhunderts eintauche

Der originale Programmzettel der Dresdner Erstaufführung des „Freischütz“ von 1822 ist in der Ausstellung ebenso zu sehen wie die handgeschriebene Partitur der Oper „Euryanthe“ und Dirigierpartituren Webers. Auch Kostümentwürfe und Briefe von Weber etwa an den Verleger Carl Friedrich Peters sollen die Besucher der Ausstellung in die Dresdner Musikwelt des 19. Jahrhunderts eintauchen lassen. 

Weber prägte das Musikleben in Dresden damals wie kein Zweiter

Dresden würdigt Weber mit einem ganzen Festjahr unter dem Motto „Romantik entdecken“. Die Stadt nimmt das Jubiläum zum Anlass, die einstige Sommerresidenz des Komponisten im Stadtteil Hosterwitz zu sanieren. Das denkmalgeschützte Gebäude - ein früheres Winzerhaus - dient als Weber-Museum. Es soll ab März mit Fördermitteln des Bundes renoviert und im Herbst 2028 wiedereröffnet werden.