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Resilienz Besser vorbereitet auf Krisen und Katastrophen

Russische Hacker, Drohnen über Militäranlagen und Extremwetter: Wie Sachsen-Anhalt mit einem neuen Stab auf komplexe Bedrohungen reagierten will.

Von dpa 17.02.2026, 15:33
Sachsen-Anhalt soll einen Resilienz-Stab zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Katastrophen bekommen, sagt Innenministerin Tamara Zieschang (CDU). (Archivbild)
Sachsen-Anhalt soll einen Resilienz-Stab zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Katastrophen bekommen, sagt Innenministerin Tamara Zieschang (CDU). (Archivbild) Peter Gercke/dpa

Magdeburg - Angesichts neuer und komplexer Bedrohungen soll Sachsen-Anhalt widerstandsfähiger werden. Dabei sollen Extremwetterlagen genauso wie Cyberattacken oder Angriffe auf die Infrastruktur in den Blick genommen werden. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) kündigte nach einer Sitzung des Kabinetts in Magdeburg an, es werde ein sogenannter Resilienz-Stab eingerichtet, der ressortübergreifend arbeiten solle. 

Ziel sei, die kritische Infrastruktur zu schützen, etwa die Energie-, Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung sowie den Personen- und Güterverkehr. Der neue Stab solle auch sicherstellen, dass alle Betreiber kritischer Infrastruktur die erforderliche Vorsorge treffen.

Hoch technisierte Gesellschaft ist anfällig

Die hoch technisierte Gesellschaft sei für Bedrohungen wie Sabotageakte, Cyberangriffe und Drohnensichtungen anfällig, sagte die Ministerin. Zugleich würden Extremwetterereignisse häufiger. Deshalb müssten Krisenvorsorge und Risikomanagement verbessert werden. Risiken müssten frühzeitig erkannt, Institutionen gestärkt und in Vorsorge investiert werden. 

Der Resilienz-Stab soll aus Vertreterinnen und Vertretern aller Ressorts sowie der Staatskanzlei zusammengesetzt sein und wird von der Innenministerin geleitet. In seiner Struktur soll er an die Arbeitsweise eines Krisenstabes der Landesregierung angelehnt sein, so Zieschang. 

2025 hohe zweistellige Zahl sicherheitsrelevanter Vorfälle

Die Innenministerin sagte: „Im Jahr 2025 kam es im Zusammenhang mit kritischen Infrastrukturen in Sachsen-Anhalt zu einer hohen zweistelligen Zahl an sicherheitsrelevanten Vorfällen.“ Davon lasse sich eine mittlere zweistellige Zahl dem Bereich von Cyberangriffen zuordnen. Diese wiederum stünden fast ausschließlich im Zusammenhang mit einem Angriff einer russischen Hackergruppe, der im Juli 2025 landes- und bundesweit für Ärger sorgte.

Bei einer niedrigen zweistelligen Zahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle handelte es sich um Drohnenmeldungen, ganz überwiegend waren das Sichtungen über militärischen Einrichtungen. Sicherheitsrelevante Vorkommnisse im Zusammenhang mit kritischer Infrastruktur seien Diebstähle, Sachbeschädigung und Brandstiftung. Es seien jeweils umfassende Ermittlungen in alle Richtungen eingeleitet worden.