Brand von Militärfahrzeugen Brandanschlag auf Bundeswehr-Lkw - Belohnung ausgesetzt
Nach einem zweiten Brandanschlag auf Militärfahrzeuge in Erfurt sucht das LKA nach Zeugen. Im Netz kursierten Fotos und Videos der Tat – eine Videoaufnahme gilt als besonders wichtig.

Erfurt - Zur Aufklärung des Brandanschlags auf Fahrzeuge der Bundeswehr im vergangenen Sommer in Erfurt hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Das Landeskriminalamt Thüringen (LKA) ermittelt nach eigenen Angaben wegen Brandstiftung. Unbekannte hatten in der Nacht zum 22. Juni auf einem Werkstattgelände im Erfurter Stadtteil Gispersleben sechs geparkte Lastwagen der Bundeswehr in Brand gesetzt.
Drei Fahrzeuge wurden dabei völlig, drei weitere teilweise zerstört. Die Höhe des Schadens liegt nach früheren Angaben bei schätzungsweise 2,5 Millionen Euro. Nach bisherigem Ermittlungsstand schnitten der oder die Täter einen Zaun auf, gelangten so auf das Gelände und brachten gezielt Brandbeschleuniger an den Spezialfahrzeugen an. Anschließend flüchteten sie unerkannt.
Bereits am 1. Juni 2024 hatte es an demselben Ort einen nahezu identischen Brandanschlag auf sechs Militärfahrzeuge gegeben, teilte das LKA weiter mit. Derzeit werde geprüft, ob beide Fälle zusammenhängen.
Spuren im Netz und ein wichtiger Zeuge
Ende vergangenen Juni tauchten den Ermittlern zufolge Fotos und Videos der Tat auf den Internetplattformen Telegram und vk.com auf. Ein Teil der Bilder sei Tage nach der Tat vom Tatort aufgenommen worden. Möglicherweise war der Urheber erneut vor Ort, so das LKA. Außerdem existiere ein Video, das den Brand aus der Perspektive eines vorbeifahrenden Autos zeige. Die Person, die dieses Video aufgenommen habe, sei ein wichtiger Zeuge.
Hinweise zum Tatablauf, zu möglichen Tatverdächtigen, auffälligen Fahrzeugen oder vorhandenen Bild- und Videoaufnahmen nimmt das LKA unter anderem unter der Telefonnummer 0800 58 90 503 oder per E-Mail an lka@polizei.thueringen.de entgegen.