Kult auf Instagram und TikTok Die DDR auf dem Mond? Virale Videos zeigen sozialistischen Alltag im Weltraum
Eine DDR, die nie unterging, sondern auf dem Mond weiterlebt? Genau dieses Szenario zeigen KI-generierte Videos auf Instagram und TikTok. Tausende verfolgen die Clips, die den sozialistischen Alltag im Weltraum zeigen.

Magdeburg/Halle (Saale). – Utopische Videos über eine angebliche DDR-Kolonie im All sorgen derzeit auf Instagram, YouTube und TikTok und für große Aufmerksamkeit.
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Tausende verfolgen die KI-generierten Clips, in denen der sozialistische Staat nicht untergegangen ist, sondern rund 380.000 Kilometer von der Erde entfernt weiterexistiert: auf dem Mond.
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KI-Videos auf Instagram und YouTube zeigen DDR-Alltag auf dem Mond
In den kurzen Videos wird eine alternative Realität erzählt. Kurz vor dem Fall der Berliner Mauer soll es der DDR gelungen sein, eine geheime Mondbasis aufzubauen. Ausgewählte Bürger sind demnach umgesiedelt worden, um dort den Arbeiter-und-Bauern-Staat fortzuführen.
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Die Clips orientieren sich visuell stark an alten Propagandafilmen. Menschen im Stil der 1980er Jahre berichten, immer lächelnd, von ihrer Arbeit und ihrem Alltag in den volkseigenen Betrieben auf dem Mond. Selbst bekannte Formate wie die "Aktuelle Kamera" werden dabei detailgetreu nachgestellt.
DDR auf dem Mond: KI erschafft eine komplette Parallelwelt
Erich Honecker ist in den Videos weiterhin der große Staatsratsvorsitzende und scheint kaum gealtert zu sein. Die Mondbewohner bleiben dem 1980er-Stil treu und tragen Trainingsanzüge, Schnauzbärte und Dauerwellen.
Produziert wird in KI-generierten Betrieben wie dem VEB Weltraumgurke oder dem Kombinat Kosmosmilch. Sogar der Trabant hat es auf den Mond geschafft. Aufgrund der geringen Schwerkraft fliegt das Auto auf dem Mond.
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Gezeigt werden auch Staatsfeiern, Betriebssportgruppen in Raumanzügen, Tanzabende und neue Museen wie ein Sigmund-Jähn-Kontrollzentrum. Selbst bekannte Bauwerke wie der Berliner Fernsehturm oder das Karl-Marx-Denkmal tauchen in der mondähnlichen Umgebung wieder auf.
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Auch dunklere Aspekte fehlen nicht: Eine Mond-Sicherheitsbehörde überwacht das Privatleben, Fluchtversuche werden vereitelt und eine Mauer schützt angeblich vor Mondstaub.
Zwischen Ostalgie, Satire und technischer Präzision
Seit dem Start vor zwei Jahren stoßen die Videos im Internet auf viel Zuspruch. In den Kommentaren wird über Umsiedlungswünsche gescherzt und viele Zuschauer feiern die liebevolle Detailtreue. Ein Wort fällt in fast jedem Kommentar: Freundschaft!
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Hinter dem Projekt steht der 31-jährige Philipp Ladage aus Hannover. Er erstellt die Inhalte vollständig mit künstlicher Intelligenz, wie der NDR berichtet.
Der Erfolg der Clips hat für Ladage auch berufliche Folgen. Er arbeitet inzwischen hauptberuflich als KI-Künstler und erstellt Werbefilme für Unternehmen, weiß Tag24. Parallel verkauft er Fanartikel rund um die Mond-DDR: von Postern über Tassen bis hin zu Stoffbeuteln.
Langfristig plane er, das Projekt weiter auszubauen. Denkbar seien ein Spielfilm, eine Serie oder sogar eine virtuelle Welt.