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Klima Deutlich zu trocken - nur wenig neues Grundwasser

Der vergangene Oktober war überdurchschnittlich nass - dem standen aber andere besonders trockene Monate gegenüber. Besonders einer stach negativ heraus.

Von dpa Aktualisiert: 20.01.2026, 13:15
Die Böden haben wenig Wasser bekommen. (Symbolbid)
Die Böden haben wenig Wasser bekommen. (Symbolbid) Daniel Vogl/dpa

Hannover - Weil es zuletzt in Niedersachsen zu trocken war, ist nur wenig neues Grundwasser gebildet worden. Das geht aus einer Untersuchung des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Klimawandel hervor, über die das Geologie-Landesamt LBEG berichtet. Demnach gab es zwischen 1. November 2024 und 31. Oktober 2025 genau 17 Prozent weniger Regen als üblich. 

Insgesamt standen in dem Zeitraum 141 Prozent weniger Wasser zur Verfügung als üblich. Für die Untersuchung wurden die Werte dieser Monate mit den Durchschnittswerten aus den Jahren 1991 bis 2020 verglichen. 

Für diese sogenannte klimatische Wasserbilanz wird der Niederschlag mit der maximal möglichen Verdunstung verglichen. Fällt mehr Regen, als Wasser verdunsten kann - so wie durchschnittlich im Vergleichszeitraum - ist die Wasserbilanz positiv. Ist es umgekehrt - wie im Zeitraum bis Ende Oktober vergangenen Jahres - führt das zu Trockenheit und es fehlt Wasser für die Grundwasserneubildung.

Trockenster März seit Wetteraufzeichnung

Überdurchschnittliche Niederschläge im Norden Niedersachsens im vergangenen Oktober hätten das nicht auffangen können. Bereits im Frühjahr hatte das LBEG mitgeteilt, dass im März 2025 so wenig Wasser wie noch nie für die Grundwasserneubildung zur Verfügung gestanden hatte. Der Monat war danach der trockenste März seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Die Grundwasserneubildung liege daher wie auch in den vergangenen Jahren weiter im niedrigen Bereich. Die üblicherweise eigentlich niederschlagsstarken Monate Dezember und Januar ließen bisher auch keine Trendwende erkennen.