Betriebsratswahlen DGB-Landeschef warnt Arbeitgeber: „Verstehen da keinen Spaß“
Im Frühjahr wählen Beschäftigte neue Betriebsräte. Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Niedersachsen kündigt an, jeden Versuch von Arbeitgebern, die Wahlen zu behindern, juristisch zu verfolgen.

Hannover - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen macht vor den anstehenden Betriebsratswahlen eine klare Ansage an Arbeitgeber. „Wir warnen alle Arbeitgeber davor, auch nur annähernd auf die Idee zu kommen, Betriebsratswahlen zu stören“, sagte DGB-Landeschef Ernesto Harder. Beeinträchtigungen oder Verhinderungsversuche werde der DGB umgehend vor Gericht bringen. „Wir verstehen da keinen Spaß.“
Die Betriebsratswahlen finden bundesweit zwischen dem 1. März und dem 31. Mai 2026 statt. Harder verwies auf die Bedeutung der Wahlen für Demokratie und Mitbestimmung und rief Beschäftigte zur Teilnahme an den Wahlen auf. Wo es noch keine Arbeitnehmervertretung gebe, sollten Betriebsräte gegründet werden. „Es geht um Demokratie, aber auch um die Effizienz betrieblicher Abläufe – und das ist bei uns immer mit Mitbestimmung verknüpft“, sagte er.
Mit Blick auf die Wahlen grenzte sich der DGB-Landeschef erneut vom AfD-nahen Arbeitnehmerverein Zentrum ab. „Das ist keine Gewerkschaft“, sagte er. Harder sprach von dem Versuch AfD-naher Akteure, Mitbestimmung zu schwächen und als Störfaktor aufzutreten. „Nichts anderes ist für mich Zentrum“, betonte Harder.