Statistik Durchschnittliche Arbeitszeit in Sachsen sinkt leicht
Die Beschäftigten im Freistaat haben 2024 im Schnitt etwas kürzer gearbeitet als ein Jahr zuvor. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Regionen und Branchen.

Kamenz/Leipzig - Die Erwerbstätigen in Sachsen haben 2024 etwas weniger gearbeitet als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte, sank die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit um sechs Stunden auf 1.355 Stunden.
Die meisten Stunden je Beschäftigten wurden im Landkreis Nordsachsen mit 1.377 Stunden geleistet. Am niedrigsten lag der Wert im Landkreis Bautzen mit 1.342 Stunden. Der Abstand zwischen beiden Regionen betrug 35 Stunden.
Baugewerbe mit den meisten Stunden
Nach Branchen gab es die längsten Arbeitszeiten im Baugewerbe. Hier kamen die Erwerbstätigen landesweit auf durchschnittlich 1.539 Stunden, in Mittelsachsen sogar auf 1.547 Stunden. Die geringste Pro-Kopf-Arbeitszeit verzeichneten die Finanz- und Unternehmensdienstleistungen mit 1.317 Stunden.
Auf Kreisebene lag der niedrigste Wert mit 1.273 Stunden im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation ebenfalls im Landkreis Bautzen. Gründe für die Unterschiede sind laut Landesamt unter anderem der Umfang von Teilzeitarbeit sowie Ausfallzeiten.
Arbeitsvolumen nur in Leipzig und Dresden gestiegen
Insgesamt leisteten die Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Sachsen 2024 knapp 2,8 Milliarden Arbeitsstunden. Das waren 0,7 Prozent weniger als 2023. Zuwächse beim Arbeitsvolumen gab es nur in den kreisfreien Städten Leipzig (plus 1,5 Prozent) und Dresden (plus 0,3 Prozent). In allen Landkreisen sowie in Chemnitz wurden dagegen Rückgänge registriert - am stärksten in Mittelsachsen mit minus 2,4 Prozent.