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2. LigaErster Sieg 2024: Dezimierte Hertha „clever“ in Fürth

Hertha fehlen sieben verletzte oder gesperrte Spieler. Doch die junge Mannschaft verteidigt den knappen Vorsprung und kann erstmals in diesem Jahr einen Sieg bejubeln.

Von dpa Aktualisiert: 11.02.2024, 16:31
Der Fürther Dennis Srbeny (l) kämpft mit Gustav Christensen (r) von Hertha BSC um den Ball.
Der Fürther Dennis Srbeny (l) kämpft mit Gustav Christensen (r) von Hertha BSC um den Ball. Daniel Karmann/dpa

Fürth - Verletzungsprobleme, Spielunterbrechungen und ein Platzverweis haben Hertha BSC auf dem Weg zum ersten Sieg im neuen Jahr nicht aufhalten können. Am 21. Spieltag der zweiten Fußball-Liga kam die Mannschaft von Hertha-Trainer Pal Dardai zu einem 2:1(1:0)-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth.

Vor 13.459 Zuschauern im Sportpark Ronhof Thomas Sommer hatte Marc Oliver Kempf am Sonntag die Berliner zweimal in Führung gebracht (34. und 63. Minute), Branimir Hrgota gelang nur der zwischenzeitige Ausgleich für die Gastgeber (56.). „Das war eine sehr clevere erste Halbzeit von uns. Wir haben gut verteidigt und verdient gewonnen“, sagte Dardai bei Sky: „Das war gut für die Moral, wie die Jungs zusammengehalten haben.“

Der Trainer musste gleich auf sieben Spieler verzichten. Neben seinen verletzten Söhnen Bence und Marton sowie Agustin Rogel und dem gesperrten Kapitän Toni Leistner fehlten in Franken auch Torjäger Haris Tabakovic (Knieprobleme) sowie Linus Gechter und Smail Prevljak. Dafür stand Fabian Reese erstmals nach seiner Corona-Infektion in der Startelf.

Trotz der Verletzungsprobleme zeigten sich die Gäste aus der Hauptstadt im Laufe der ersten Halbzeit bissiger. So war die Führung durch Kempf nach einer Ecke von Palko Dardai völlig verdient. Nach dem Seitenwechsel konnte Hrgotas schöner Schlenzer zum Ausgleich den Kampfgeist der Berliner nicht bändigen.

Erneut war Kempf - diesmal nach einem von Jonjoe Kenny getretenen Freistoß - erfolgreich. Der Verteidiger verletzte sich dabei und musste ausgewechselt werden. Angesichts der angespannten Personalsituation kam der 18 Jahre alte Kaderdebütant Tim Hoffmann gleich zu seinem ersten Liga-Einsatz und bildete mit dem gleichaltrigen Pascal Klemens die Innenverteidigung der Berliner.

Anschließend musste die Partie aufgrund von Fan-Protesten unterbrochen werden, Hertha wehrte sich danach erfolgreich gegen den abermaligen Ausgleich. Fürth verzeichnete einige Chancen, doch auch die Berliner hätten bei einigen Kontern eine vorzeitige Entscheidung herbeiführen können. „Wir haben vier oder fünf hochkarätige Konter. Doch die letzte Konsequenz, der letzte Pass fehlte. Da hätten wir das 3:1 machen können“, sagte Dardai.

So aber musste Hertha die rund zwölfminütige Nachspielzeit den knappen Vorsprung verteidigen - in den letzten beiden Minuten nur zu zehnt, da Florian Niederlechner mit Gelb-Roter Karte des Feldes verwiesen worden war. Der Stürmer fehlt damit am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Pal Dardai hofft darauf, dass sich die Verletztensituation bis dahin auch gebessert hat: „Ich muss am Freitag wieder Elf rausschicken.“