Volleyball Favoritenschreck Suhl holt sich Pokalsieg gegen Stuttgart
Eigentlich ist der Favorit aus Stuttgart vorgewarnt. Doch Suhl schockt den MTV im Finale früh. Am Ende gelingt die Überraschung ganz knapp.

Mannheim - Die Volleyballerinnen vom VfB Suhl haben den Favoriten MTV Stuttgart wieder geschockt und sich in einem Final-Krimi den zweiten Pokalsieg der Club-Historie gesichert. Die Thüringerinnen von Trainer Laszlo Hollosy verspielten in der SAP Arena in Mannheim eine 2:0-Führung, gewannen das Endspiel um den DVV-Pokal jedoch im Tiebreak mit 3:2 (25:17, 25:18, 15:25, 23:25, 15:13).
Schon am vergangenen Wochenende hatte der Tabellenzweite Suhl den erstplatzierten Stuttgarterinnen die erste Niederlage (3:2) in der Liga beigebracht. Suhl hatte den Cup erstmals 2008 geholt. Die Schwäbinnen verpassten den sechsten Erfolg im Wettbewerb.
Der Favorit verschläft den Start
In der mit mehr als 12.000 Fans erstmals ausverkauften Halle begannen die Außenseiterinnen aus Thüringen furios. Dank starken Aufschlagspiels und angeführt von Bundesliga-Topscorerin Monika Brancuska lag Suhl schnell deutlich vorn und holte sich Satz eins ohne große Probleme.
Wie schon im ersten Durchgang musste Stuttgarts Trainer Konstantin Bitter bei 0:4 auch im zweiten Satz eine frühe Auszeit nehmen. Der VfB blieb das bessere Team. McKenzie Foley sorgte für das 14:8. Stuttgart um die Nationalspielerinnen Pia Kästner und Antonia Stautz fand nicht ins Spiel. Die Thüringerinnen wuchsen auch fernab der Wolfsgrube, so der Name der heimischen Sporthalle, über sich hinaus.
Varelas Asse geben Stuttgart Hoffnung
Dann wachte der Favorit auf und konnte sich erstmals ein kleines Polster verschaffen. Lucia Varela sorgte mit fünf Assen in Serie für das 15:7. In Satz vier holte sich Suhl das Momentum zurück und führte schnell wieder deutlich. Dieses Mal kämpfte sich der MTV zurück. Es gab den Tiebreak, in dem der VfB wieder besser begann, sich dann aber zu viele Fehler leistete. Doch Suhl behielt die Nerven und holte sich in einem langen Ballwechsel den Titel.
Die Endspiele von Männern und Frauen finden zum vorerst letzten Mal in Mannheim statt. Im kommenden Jahr zieht das Event nach Köln in eine noch größere Halle um.