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Göhrdeschlacht: Hoffen auf historische „Impfkampagne“

Die Macher der Göhrde-Nachstellung sehen wegen der Pandemie einen „krassen Bezug“ zwischen damals, 1813, und heute. Ihr Freiluft-Spektakel mit rund 150 Darstellern verbinden sie daher mit einer großen Hoffnung.

Von dpa 17.09.2021, 17:43 • Aktualisiert: 18.09.2021, 22:03
Als Soldaten verkleidete Darsteller „kämpfen“ mit ihren Waffen auf dem Schlachtfeld.
Als Soldaten verkleidete Darsteller „kämpfen“ mit ihren Waffen auf dem Schlachtfeld. Philipp Schulze/dpa/Archivbild

Nahrendorf - Für die diesjährige Nachstellung der Göhrdeschlacht von 1813 setzen die Organisatoren auf das historische Thema „Impfung“. „Der Bezug ist unübersehbar“, hieß es in einer Ankündigung der Organisatoren für das Freiluft-Spektakel am Samstag und Sonntag östlich von Lüneburg. Auch damals habe es eine emotional geführte Debatte um die neuartige Impfung mit Kuhpocken gegeben. 200 Jahre später gelten die Pocken als ausgerottet.

Rund 150 Darsteller werden an diesem Wochenende in der Göhrde östlich von Lüneburg erwartet. Sie wollen am Originalschauplatz die Göhrdeschlacht von 1813 bei Lüben nachstellen, das berühmte Gefecht aus den napoleonischen Befreiungskriegen. Gezeigt wird der Kampf einer Allianz von Preußen, Engländern und Russen gegen die Franzosen.

„Je nach Wetterlage rechnen wir mit 2000 Besuchern“, sagte Thorsten Morgendahl von der Napoleonischen Gesellschaft kurz vor dem Auftakt. „Wir wollen den krassen Bezug zur aktuellen Lage verdeutlichen und die Göhrde 2021 zu einem besonderen historischen Ereignis machen, an das man sich noch lange erinnert“, begründete er das Hoffen auf eine erneut historische „Impfkampagne“.

Das Gefecht aus der Zeit der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft wird alle zwei Jahre am Originalschauplatz bei Lüben als sogenanntes Reenactment gezeigt, also eine möglichst detailgetreue Darstellung des Geschehens.