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Einsatz um Jahreswechsel Größte Auszeichnungsaktion - Land ehrt Hochwasserhelfer

Tausende Helfer waren bei dem schweren Hochwasser 2023 und 2024 in Einsatz. Das Land will ihre Hilfe würdigen - allerdings ist dazu einiger bürokratischer Aufwand nötig.

Von dpa 27.01.2025, 15:15
Tausende haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte halfen, das Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 zu bewältigen. (Archivbild)
Tausende haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte halfen, das Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 zu bewältigen. (Archivbild) Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Die von Niedersachsens Landesregierung geplante Ehrung von Helferinnen und Helfern des schweren Hochwassers rund um den Jahreswechsel 2023/2024 wird die bislang größte Auszeichnungsaktion in der jüngeren Landesgeschichte. Insgesamt sollen rund 65.000 Einsatzkräfte und Helfer geehrt werden, berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. „Es werden erstmals Helferinnen und Helfer in dieser Größenordnung geehrt“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums dem Blatt. Das Ministerium selbst konnte zunächst auf Nachfrage keine Zahl nennen. 

In der Vergangenheit hatte es schon ähnliche Ehrungen gegeben, aber nicht in diesem Maß. Beim Elbe-Hochwasser 2002 hatte es 35.000 Ehrungen gegeben, nach einem Hochwasser 2013 in Lüchow-Dannenberg und im Landkreis Harburg 20.000.

Die Landesregierung hatte die Ehrung der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte im vergangenen Jahr angekündigt. Niedersachsen sei nur so gut aus der Hochwasserlage herausgekommen, weil mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich mit angepackt haben, sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD) auf Anfrage. 

Ehrenzeichen werden produziert

Das Hochwasser hatte sich wochenlang über weite Teile Niedersachsens erstreckt. Zahlreiche Pegelstände lagen einige Tage über der höchsten Meldestufe, und hunderte Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Häuser zwischenzeitlich verlassen.

Die Innenministerin sagte weiter, eine Ehrung in diesem Umfang müsse europaweit ausgeschrieben werden. „Es muss eine Plakette produziert werden, es müssen Urkunden gedruckt werden. Das ist nur mit umfangreichen bürokratischen Ausschreibungen zu machen.“ Deswegen sei die Auszeichnung erst ein Jahr nach der Lage möglich. „Das ist, finde ich auch, nicht so schön, ehrlich gesagt, aber wir sind an Vergaberegeln gebunden. Da müssen wir uns dran halten. Deswegen passiert das jetzt, denke ich, in diesem Frühjahr.“

Bis Ende März soll die Produktion von Ehrenzeichen abgeschlossen sein, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Ehrenzeichen und Urkunden sollen dann an die unteren Katastrophenschutzbehörden geschickt werden, die diese dann an Helfer und Einsatzkräfte verteilen.