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Tarifkonflikt Hochschulen und Unikliniken werden bestreikt

Die Beschäftigten fordern vor allem mehr Geld für ihre Arbeit. Der Warnstreik könnte Auswirkungen auf Studenten und Patienten haben.

Von dpa 25.01.2026, 11:00
An der Uni Göttingen sollen einzelne Vorlesungen gezielt bestreikt werden. (Archivbild)
An der Uni Göttingen sollen einzelne Vorlesungen gezielt bestreikt werden. (Archivbild) Stefan Rampfel/dpa

Göttingen/Braunschweig - Beschäftige der Universitäten Göttingen und Braunschweig wollen in der kommenden Woche ihre Arbeit niederlegen. Unter anderem sollen wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gezielt Lehrveranstaltungen fernbleiben, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst.

Für die Uni Göttingen wird gleich zu einer ganzen Streikwoche aufgerufen. Bei dem Warnstreik sollen von Montag bis Freitag studentische Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen. Wissenschaftliche Mitarbeiter sollen einzelne Lehrveranstaltungen bestreiken. 

Am Dienstag und Mittwoch kommt es zudem zu einem Warnstreik am Göttinger Universitätsklinikum, wie die Einrichtung mitteilte. Die Versorgung von Notfällen sei aber durch eine Notdienstvereinbarung gesichert. Die Medizinische Hochschule Hannover kündigte in dem Zusammenhang Einschränkungen und Wartezeiten an.

An der TU Braunschweig sollen laut Verdi am Mittwoch Beschäftigte und Studierende für bessere Arbeits- und Studienbedingungen auf die Straße gehen. Dann komme es auch bundesweit zu einem sogenannten Hochschulaktionstag. Ab 11.00 Uhr sind eine Kundgebung und anschließende Demonstration geplant.

Das sind die Forderungen

Verdi fordert für die fast 3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Zudem will die Gewerkschaft für die mehr als 300.000 studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte eine Aufnahme in den Tarifvertrag und eine „bedarfsgerechte Ausfinanzierung von Hochschulen und Studium“.

Von Länderseite wurden die Forderungen wegen knapper Haushalte wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Ein Angebot liegt bisher nicht vor. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte.