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Fußball-Bundesliga Kovac-Kritik am VAR nach BVB-Remis: „Fehlentscheidung“

Ein Zweikampf, kein Pfiff, viele Proteste: Borussia Dortmund hätte in Leipzig kurz vor Schluss gern einen Elfmeter bekommen. Was Trainer und Sportdirektor dem Schiedsrichter vorwerfen.

Von dpa 21.02.2026, 22:03
Dortmunds Trainer Niko Kovac wollte einen Elfmeter.
Dortmunds Trainer Niko Kovac wollte einen Elfmeter. Jan Woitas/dpa

Leipzig - Borussia Dortmund fühlt sich nach dem glücklichen Unentschieden bei RB Leipzig um einen möglichen Sieg gebracht. Trainer Niko Kovac bemängelte, nach einem Zweikampf zwischen Karim Adeyemi und Castello Lukeba kurz vor Schluss keinen Elfmeter für seine Mannschaft bekommen zu haben. „Ich war bis zum 13./14. Lebensjahr auch Judoka. Das ist eine Sichel, das ist ein Feger“, sagte Kovac bei Sky. „Ich weiß nicht, was wir da im Studio wieder gesehen haben, aber anscheinend das falsche.“

Mit Studio meinte Kovac den Videoschiedsrichter. Keinen Vorwurf machte er Schiedsrichter Benjamin Brand. „Das kann der Schiedsrichter nicht sehen. Aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben“, sagte der 54-Jährige. „Das ist eine Fehlentscheidung. Er trifft ihn ja.“ 

Letztlich traf Fabio Silva (90.+5 Minute) doch noch zum 2:2. Zuvor hatten Christoph Baumgartner (20./39.) und RB-Stürmer Romulo (50.) per Eigentor für die Treffer gesorgt.

Kehl: „VAR hätte eingreifen müssen“

Sportdirektor Sebastian Kehl suchte nach dem Schlusspfiff das Gespräch mit Brand, behielt den Inhalt jedoch für sich. „Wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein“, sagte der Ex-Profi nur. „Ich bleibe auch nach ein paar Minuten des Nachdenkens und des Herunterkommens dabei, dass das ein klarer Elfmeter ist. Der VAR hätte eingreifen müssen, er hätte auf den Punkt zeigen müssen. Dann wäre das Spiel womöglich nochmal anders gelaufen.“

In dem Laufduell zwischen Lukeba und Adeyemi in der 89. Minute stellt der Dortmunder Stürmer den Fuß rein, wodurch beide Spieler zu Fall kommen. „Natürlich stellt Karim den Fuß rein. Aber das macht ein Stürmer so. Das gab es schon häufiger und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein“, sagte Kehl. Der 46-Jährige gehe davon aus, dass die Szene vom Videoschiedsrichter geprüft worden sei.