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Soziales „Kümmererstruktur“ für ausländische Pflegekräfte entsteht

Tausende Pflegekräfte fehlen in den kommenden Jahren in Sachsen-Anhalt. Das Land setzt daher auch auf Personal aus dem Ausland. Das soll sich abseits des Arbeitsplatzes nicht alleingelassen fühlen.

Von dpa Aktualisiert: 27.02.2026, 14:03
Arbeits- und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne bei der Vorstellung eines Projekts zur engeren Begleitung ausländischer Fachkräfte in der Pflege- und Gesundheitsbranche.
Arbeits- und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne bei der Vorstellung eines Projekts zur engeren Begleitung ausländischer Fachkräfte in der Pflege- und Gesundheitsbranche. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt fehlen bis 2035 rund 24.000 zusätzliche Fachkräfte in der Pflege- und Gesundheitsbranche. Um mehr ausländische Kräfte zu gewinnen und auch langfristig im Land zu halten, sollen die Frauen und Männer stärker betreut werden. „Eine verlässliche Kümmererstruktur ist der Schlüssel dafür, dass Fachkräfte nicht nur gewonnen werden, sondern sich dafür entscheiden, in Sachsen-Anhalt langfristig zu bleiben“, sagte Arbeits- und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) in Magdeburg.

Dort wurde ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vorgestellt, das internationale Fachkräfte individuell bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützt. Vier Begleiterinnen und Begleiter stehen den Fachkräften künftig intensiver beim Ankommen im Beruf und in der Gesellschaft zur Seite. Sie sind direkte Ansprechpartner bei Fragen zu Behördengängen, Kinderbetreuung oder Sprachkursen.

Für das Projekt stehen laut Ministerium bis 2028 zusammen 1,47 Millionen Euro zur Verfügung. Es wird in Magdeburg, im Landkreis Jerichower Land, in den Landkreisen Börde und Stendal sowie im Altmarkkreis Salzwedel umgesetzt. Auch private Einrichtungen oder Einrichtungen anderer Träger können das Projekt über Kooperationsvereinbarungen nutzen.