Autoindustrie MAN steigert Absatz dank Bussen und Vans
Bei Lkw bleibt das Umfeld schwierig - gerade im Heimatmarkt. Elektrische Varianten gewinnen an Nachfrage.

München - Der Bus- und Lastwagenhersteller MAN hat vergangenes Jahr wieder mehr als 100.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Konkret ging es um sechs Prozent auf 101.600 nach oben, wie die VW-Tochter mitteilt. Damit kann das Unternehmen die Rückgänge aus dem vergangenen Jahr aber nur teilweise ausgleichen. 2023 waren noch 116.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden.
Treiber der aktuellen Erholung waren vor allem die Geschäfte mit Vans und Bussen. Der wichtige Lkw-Bereich leidet weiter unter einem schwierigen Umfeld, konnte den Truck-Absatz mit 63.300 verkauften Fahrzeugen und einem Rückgang um 0,6 Prozent aber nahezu stabil halten.
Verhaltene Lkw-Nachfrage in Europa
Die Truck-Nachfrage in Europa sei verhalten, betonte Vertriebsvorstand Friedrich Baumann. In Deutschland sei sie sogar mit den Corona-Jahren vergleichbar. Positiv bewertete er dagegen die „starken Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen und das erfolgreiche Jahr im Van-Segment“.
Letzteres legte um 13 Prozent auf 31.300 Einheiten zu. Laut MAN ein „neues Hoch“, das unter anderem auf die anhaltende Internationalisierung des Geschäfts zurückzuführen sei. 2025 wurden dabei weitere Märkte auf der arabischen Halbinsel erschlossen, 2026 soll das Geschäft weiter internationalisiert werden.
Busse legen zu
Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es im Bus-Geschäft, das sich mit einem Plus von 49 Prozent auf mehr als 7.000 Fahrzeuge erholte. Besonders stark wuchs dabei das Geschäft mit Elektrobussen im Stadtbereich, das sich auf 1.300 Einheiten mehr als verdoppelte.
Die wichtigsten Märkte für MAN entwickelten sich insbesondere im Truckbereich unterschiedlich. In der Region Deutschland, Österreich, Schweiz und außerhalb Europas sanken die Lastwagenabsätze, im restlichen Europa legten sie dagegen zu.
„Unsere starken Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen und
das erfolgreiche Jahr im Van-Segment zeigen, dass wir auf dem
richtigen Weg sind“, sagt Vertriebsvorstand Baumann. „Zudem treiben wir den Hochlauf unseres batterieelektrischen Portfolios konsequent voran.“ 2026 soll der elektrische Zwölftonner eTGL starten, zudem werden die ersten Auslieferungen des Busses eCoach erwartet.