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Pandemie Mutmaßlicher Millionenbetrug mit Corona-Tests - Prozess

Mit falschen Abrechnungen für Corona-Tests soll ein 27-Jähriger einen Schaden von über 1,6 Millionen Euro angerichtet und das Geld für Luxusgüter ausgegeben haben. Jetzt steht er vor Gericht.

Von dpa 10.02.2026, 03:30
In Hannover steht ein 27-Jähriger vor Gericht, der eine überhöhte Anzahl Corona-Tests abgerechnet und einen Schaden von rund 1,64 Millionen Euro angerichtet haben soll. (Symbolbild)
In Hannover steht ein 27-Jähriger vor Gericht, der eine überhöhte Anzahl Corona-Tests abgerechnet und einen Schaden von rund 1,64 Millionen Euro angerichtet haben soll. (Symbolbild) Sebastian Gollnow/dpa

Hannover - Ein 27-Jähriger steht wegen mutmaßlichen millionenschweren Betrugs mit Corona-Tests am Dienstag (9.30 Uhr) in Hannover vor Gericht. Der Mann soll zwischen März und Dezember 2022 eine stark überhöhte Anzahl von Corona-Tests für einen Standort in Hannover-Anderten mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet haben, wie das Amtsgericht Hannover mitteilte. Insgesamt soll der heute 27-Jährige über 161.000 Tests abgerechnet haben. Der angerichtete Schaden soll bei rund 1,64 Millionen Euro liegen.

Ermittelt wurde gegen den Mann wegen einer sogenannten Geldwäscheverdachtsmeldung - der 27-Jährige soll die Kontogutschriften für Luxusgüter, Autovermietung sowie Hotels ausgegeben haben. Insgesamt elf Zeugen sind in dem Prozess geladen. Ein vorsorglicher Fortsetzungstermin wurde für den 17. Februar bestimmt.

Laut Gericht droht in Betrugsfällen eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt demnach vor, wenn der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt oder für einen Vermögensverlust großen Ausmaßes verantwortlich ist.