Kultur Nach Sanierung: So sieht es im Kino International aus
In der DDR fanden dort große Filmpremieren statt, jetzt wurde saniert: Das Kino International in Berlin erstrahlt in neuem Glanz. Vor der Wiedereröffnung gibt es hier einen ersten Einblick.

Berlin - Gut zwei Wochen vor der Wiedereröffnung glänzt es im berühmten Kino International in Berlin. Das 1963 eröffnete Gebäude - einst das wichtigste Premierenkino der DDR - wurde anderthalb Jahre lang saniert. Nun soll es in rund zwei Wochen wieder eröffnen.
Am 22. Februar soll das Haus zur Besichtigung öffnen („Open House“). In der Woche danach werden die ersten Filme gezeigt, am 3. März steht dann eine Feier mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer an.
Das Kino International - ein Beispiel für die Architekturkunst der 1960er - war wegen der Arbeiten etwa zwei Jahre geschlossen. Die Sanierung kostete rund 15 Millionen Euro und wird teils mit öffentlichen Geldern gefördert.
Wie viel Handarbeit in der Sanierung steckt
Saniert wurden die veraltete Haustechnik und das Dach. Kinobesucher haben im Saal nun auch etwas mehr Beinfreiheit, weil die Zahl der Sitzplätze reduziert wurde. Lüftungsanlage und Kinotechnik wurden erneuert. Die Sanierung kostete rund 15 Millionen Euro und wird teils mit öffentlichen Geldern gefördert.
Aufgearbeitet wurden zum Beispiel auch die Holzverkleidung, der mit Pailletten besetzte Vorhang und die Kristallleuchter in der Bar. Es sei toll, dass es dieses Handwerk noch gebe, sagte Christian Bräuer von der Yorck Kinogruppe.
Der Premiervorhang im Saal stammt noch aus der Anfangszeit. Seit der Eröffnung 1963 sei der Vorhang das Glanzstück unzähliger Premieren und Konzerte gewesen, schreiben die Betreiber. Ein 20-köpfiges Team habe den Vorhang mit seinen rund 40 Millionen Pailletten nun restauriert.