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Tarifverhandlungen Neue Warnstreiks an Sachsens Schulen und Hochschulen geplant

In Sachsen stehen nächste Woche erneut Warnstreiks an Schulen und Hochschulen an. Was Eltern, Studierende und Beschäftigte jetzt erwartet.

Von dpa 19.01.2026, 12:13
Lehrkräfte und Hochschulbeschäftigte fordern bessere Bezahlung (Archivbild)
Lehrkräfte und Hochschulbeschäftigte fordern bessere Bezahlung (Archivbild) Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Leipzig - Studierende und Eltern von schulpflichtigen Kindern in Sachsen müssen sich in der kommenden Woche auf weitere Warnstreiks an Schulen und Hochschulen einstellen. Nach ersten Arbeitsniederlegungen am vergangenen Mittwoch im Raum Leipzig und am Freitag im Raum Dresden seien Anfang nächster Woche weitere Warnstreiks an Schulen im Raum Zwickau geplant, teilte die Bildungsgewerkschaft GEW mit. 

Am Dienstag (27. Januar) soll im Raum Chemnitz gestreikt werden, am Mittwoch (28. Januar) im Raum Görlitz. Zudem sollen Beschäftigte an Hochschulen am 28. Januar an einem bundesweiten Aktionstag teilnehmen - unter anderem in Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Was Beschäftigte verlangen

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten der Länder, mindestens aber 300 Euro. Praktikanten und Auszubildende sollen 200 Euro mehr monatlich erhalten. Für studentische Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen fordern die Gewerkschaften zudem die flächendeckende Einführung tariflicher Regelungen, einschließlich einer Mindestvertragslaufzeit und einer Mindestvergütung. Bislang gilt ein solcher Tarifvertrag nur in Berlin. 

GEW-Landeschef Burkhard Naumann begründete die Streiks mit hoher Belastung und Personalmangel. Viele Beschäftigte leisteten unbezahlte Überstunden. „Das Mindeste, was wir verlangen, sind ordentliche Tarifsteigerungen“, erklärte er.

Was die Arbeitgeberseite sagt

Die Arbeitgeberseite weist die Forderungen zurück. TdL-Chef Andreas Dressel sprach Ende letzten Jahres von „astronomischen Forderungen“, die nicht in die Zeit passten. Die verlangten Erhöhungen würden die Länder jährlich mit rund vier Milliarden Euro belasten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Februar geplant.