Kirche

Nordsynode beschließt mehr Mitsprache von Jugendlichen

Von dpa 16.09.2021, 15:43 • Aktualisiert: 17.09.2021, 19:59

Travemünde - Junge Menschen sollen künftig stärker in Entscheidungen der Nordkirche eingebunden werden. Ein entsprechendes Kirchengesetz hat die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschlande am Donnerstag beschlossen. Dazu werde unter anderem eine obligatorische Mindestquote für junge Menschen zwischen 18 bis 27 Jahren in der Landessynode und den Kirchenkreissynoden angestrebt, teilte die Nordkirche mit.

„Mit diesem Kirchengesetz haben wir die Chance auf Veränderung. Es bedeutet nicht mehr Arbeit, sondern mehr Partizipation“, sagte die Vorsitzende des Synodenausschusses „Junge Menschen im Blick“, Malin Seeland, am Donnerstag. Ein Antrag, das Mindestalter für die Beteiligung in Gremien von 18 auf 16 Jahre zu senken, wurde von der Mehrheit der Synode abgelehnt.

Am Nachmittag sollte nach Angaben der Synode die Stabsstelle Prävention gegen sexualisierte Gewalt vorgestellt werden. Ziel sei es, die Kirche als Schutzraum zu verfestigen, Betroffene zu stärken und Schutzkonzepte zu etablieren, sagte die Präventionsbeauftragte der Nordkirche, Alke Arns. Kirche müsse den Schutz vor sexualisierter Gewalt als originäre Aufgabe annehmen, sagte sie.

Die Synode soll am Freitag unter anderem mit Berichten von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und der Kirchenleitung zum Zukunftsprozess der Nordkirche fortgesetzt werden.