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KriminalitätPolizei warnt vor Masche: Kaution für überfahrenes Kind

Von dpa 03.12.2023, 17:47
Ein Blaulicht leuchtet während eines Einsatzes auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet während eines Einsatzes auf dem Dach eines Polizeiwagens. Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Letschin/Oranienburg - Die Brandenburger Polizei hat vor einer neuen Betrugsmasche am Telefon mit der Forderung einer Kaution gewarnt. Ein Unbekannter habe im Letschiner Ortsteil Steintoch im Landkreis Märkisch-Oderland am Samstag bei einer Frau angerufen und gesagt, ihr Sohn habe ein Kind überfahren und sitze im Gefängnis - deshalb sei eine Kaution von 20.000 Euro nötig, um den Sohn aus dem Gefängnis herauszulösen, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Sohn sei umgehend angerufen und die Betrugsmasche damit erkannt worden.

Im Landkreis Oberhavel meldeten sich am Freitag gleich neun Bürgerinnen und Bürger bei der Polizei. Sie hätten von betrügerischen Anrufen berichtet, bei denen sich ein Mann mit unterdrückter Telefonnummer als Angehöriger der Polizeiwache Oranienburg ausgegeben habe. Der Mann fordere eine Kaution, die übergeben werden müsse, weil Familienangehörige ein Kind angefahren und schwer verletzt hätten und festgenommen worden seien. In den Fällen kam es laut Polizei nicht zur Geldübergabe. Sie bat Betroffene, sich zu melden, und verwies darauf, dass Beamte keine Geldforderungen am Telefon stellten.