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Medien Promis starten humorvolles Nachrichtenformat „Fun Facts“

Prominente wie Karoline Herfurth und Marc-Uwe Kling wollen News mit Witz auf die Bühne bringen. Das neue Format beschäftigt sich mit aktuellen Themen – live, als Podcast und in den sozialen Medien.

Von dpa 23.02.2026, 18:58
Am 2. März geht es los mit dem neuen Nachrichtenformat.
Am 2. März geht es los mit dem neuen Nachrichtenformat. Christophe Gateau/dpa

Berlin - Mit einem neuen Nachrichtenformat wollen Prominente aus der Kulturszene Fake News etwas entgegensetzen. „Fun Facts ist ein neues, fast tägliches, unterhaltsames, witziges Nachrichtenformat, das vor Publikum aufgezeichnet wird“, sagte Satirikerin Sarah Bosetti bei einer Pressekonferenz. Mit dabei sind etwa Schauspielerin Karoline Herfurth sowie Autor Marc-Uwe Kling. 

Moderiert von täglich wechselnden Hosts werden ab Montag (2. März) die Folgen von montags bis freitags live vor Publikum aufgezeichnet – im Wechsel in Hamburg, Berlin, Köln und München. Perspektivisch seien auch Aufzeichnungen außerhalb der Metropolen geplant, hieß es vor der Premiere des Formats in Berlin. Mit dabei ist auch Aktivistin Luisa Neubauer. 

Die 15-minütige Folge zu einem aktuellen Thema soll dann jeweils am Abend in den sozialen Medien und als Podcasts veröffentlicht werden. Für das Publikum vor Ort gebe es nach der Aufzeichnung eine Liveshow, sagte Herfurth.

Mit Humor Schlaglichter setzen

Nach Beobachtung der Initiatoren haben es Fakten in den sozialen Medien immer schwieriger. Daher hätten sie überlegt, was man tun könne. „Wir haben Humor und wir haben Prominenz. Und die Idee von Fun Facts ist, diese beiden Sachen als Viralitätsverstärker für Fakten zu nehmen“, so Autor Marc-Uwe Kling. Es sei nicht der Anspruch, die komplette Nachrichtenlage abzubilden oder klassische Medien zu ersetzen, „sondern wir wollen Schlaglichter setzen und quasi mit Humor nochmal einen Fokus auf bestimmte Themen setzen.“ 

Humor sei ein wichtiger Faktor, um Fakten im Gedächtnis zu behalten, sagte Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Menschen merkten sich Dinge besser, wenn sie auf einem humoristischen Weg vermittelt worden seien. 

Mehr als 200 Menschen beteiligt

Das Format ist ein Gemeinschaftsprojekt, das den Angaben zufolge unabhängig produziert wird. Die Idee sei im Gespräch entstanden, so Kling. Mehr als 200 Menschen gehörten bereits zum Team. 

Die Recherche und journalistische Einordnung erfolgt demnach in Zusammenarbeit mit Correctiv. Finanziert werde das Projekt etwa durch den Verkauf der Tickets für die Liveshows. Die Hosts arbeiteten ehrenamtlich, sagte Schauspielerin Herfurth.