Auto-Industrie Protest: IAV-Beschäftigte bangen um ihre Jobs
Welche Zukunft hat der Standort des Entwicklungsdienstleisters IAV im Erzgebirge? Von den 800 Beschäftigten dort sorgen sich viele um ihre Jobs. Nun machen sie der Unternehmensführung Druck.

Stollberg - Viele Beschäftigte des Auto-Entwicklungsdienstleisters IAV in Stollberg im Erzgebirge fürchten um ihre Jobs. Die Verhandlungen zu einer langfristigen Beschäftigungssicherung seien bisher ergebnislos geblieben, sodass sich der Konflikt zuspitze, teilt die Gewerkschaft IG Metall mit. Das Unternehmen wolle bundesweit rund 1.500 Arbeitsplätze streichen. In Stollberg sei die Verunsicherung besonders groß - dort fürchte jeder dritte Beschäftigte um seine Arbeit, heißt es. Aktuell arbeiten hier etwa 800 Menschen.
Das Unternehmen selbst hatte vor einiger Zeit auf Anfrage von schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesprochen und auf eine aktuelle Marktschwäche, den Strukturwandel in der Auto-Industrie und vergleichsweise hohen Kosten in Deutschland verwiesen. Auf der Internetseite von IAV ist von 6.600 Mitarbeitern an 25 Standorten weltweit die Rede. Sie hatten zuletzt einen Umsatz von 910,6 Millionen Euro (2024) erwirtschaftet.
Gewerkschaft ruft zu Protestaktion auf
Die IG Metall hat die Beschäftigten in Stollberg und ihre Familien nun für Dienstagabend (24. Februar) zu einer Protestaktion vor dem Betriebsgelände aufgerufen, um Druck auf die Unternehmensführung zu machen. „Wir brauchen eine klare Zusage zur nachhaltigen Beschäftigungssicherung und ein Konzept, das den Standort stärkt“, erklärt Gewerkschafter Eddie Kruppa. Die technologische Kompetenz vor Ort sei unverzichtbar, um die Transformation der Automobilregion Südwestsachsen aktiv zu gestalten.