Demonstrationen Rivalisierende linke Gruppen demonstrieren in Leipzig
Sieben Kundgebungen, rivalisierende Lager und eine überregionale Mobilisierung in der linksextremen Szene: Leipzig steht ein angespannter Demo-Tag bevor.

Leipzig - Leipzig wird heute zum Schauplatz rivalisierender Demonstrationen der linken Szene im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. Die Polizei plant einen Großeinsatz. Der sächsische Verfassungsschutz rechnet mit einer aufgeheizten Stimmung und schließt gegenseitige Störaktionen nicht aus. Innenminister Armin Schuster (CDU) hat angekündigt, dass die Polizei bei Tumulten konsequent einschreiten werde.
Ab dem Mittag sind laut Versammlungsbehörde sieben Demonstrationen und Kundgebungen im Stadtteil Connewitz angemeldet. Es werden sich zwei Lager gegenüberstehen, die zum Nahost-Konflikt unterschiedliche Positionen vertreten. Auch die rechtsextreme Kleinstpartei Freie Sachsen hat eine Kundgebung angemeldet.
Ein Bündnis um die antiisraelische Gruppierung Handala Leipzig ruft unter dem Motto „Antifa means: Free Palestine“ zur Versammlung am Connewitzer Kreuz auf. Der Verfassungsschutz stuft Handala als extremistisch ein. Die Demonstration richte sich gegen eine bisher in Connewitz stark verankerte überwiegend proisraelische linke Szene. Dagegen wenden sich unter anderem autonome Linksextremisten.
Die verschiedenen Demoszenen könnten sich nach Einschätzung des Verfassungsschutzes mischen. Die Teilnehmerzahlen bewegen sich laut den Anmeldungen zwischen mehreren Hundert bis 1.000 Menschen. Nach Angaben der Polizei ist zum Teil überregional mobilisiert worden.