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Winter Schnee und Glätte sorgen für Verkehrschaos in Brandenburg

Im Berufsverkehr fahren mancherorts keine Busse, es kommt vermehrt zu Unfällen: Der Winter hat große Teile von Brandenburg im Griff.

Von dpa Aktualisiert: 26.01.2026, 16:06
Schnee und Eis haben in Brandenburg für Probleme im Morgenverkehr gesorgt.
Schnee und Eis haben in Brandenburg für Probleme im Morgenverkehr gesorgt. Patrick Pleul/dpa

Schwedt/Oder/Cottbus - Schnee und Eis haben in Brandenburg teils chaotische Zustände auf den Straßen ausgelöst. In mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten fuhren aufgrund von Glätte zumindest zeitweise gar keine Busse mehr. Im Laufe des Morgens lief der Busbetrieb in Potsdam und Frankfurt (Oder) wieder an. In der Uckermark dagegen fielen auch für den restlichen Tag sämtliche Buslinien aus, wie die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft in Schwedt/Oder mitteilte.

Es gab jedoch keine Hinweise auf eine größere Zahl an Opfern von Glätteunfällen: Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam meldete beispielsweise keine besondere Überlastung infolge des Wetters.

Die Schulpflicht in Brandenburg war trotz der widrigen Umstände nicht ausgesetzt. Eltern durften ihre Kinder aber trotzdem zu Hause lassen. Dies gelte als entschuldigte Fehlstunde, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums.

Viele Unfälle - keine Schwerverletzten

Die Glätte auf den Straßen führte zu zahlreichen Unfällen. So kam auf der A 10 ein Kleintransporter zwischen dem Autobahndreieck Pankow und der Anschlussstelle Mühlenbeck im Landkreis Oberhavel nach Polizeiangaben von der Fahrbahn ab. Er kippte in der Böschung auf die Seite. Der Fahrer kam verletzt in ein Krankenhaus. Der Schaden wurde auf 25.000 Euro geschätzt.

Auf der A 13 zwischen Calau und Kittlitz im Kreis Oberspreewald-Lausitz geriet eine 29-jährige Autofahrerin ins Schleudern. Ihr Fahrzeug stieß mit Leitplanken und einem Lkw zusammen. Auch sie musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Schaden wird auf 20.000 Euro geschätzt. 

Eine zeitweilige Straßensperrung sorgte für Stau. Nur wenig später ereignete sich ein weiterer Unfall in dem Autobahnabschnitt. Ein Auto rutschte hinter die Leitplanke, die beiden Insassen wurden leicht verletzt.

Schlösserparks blieben zu

Die Schlösser und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg blieben am Montag wegen Glatteisgefahr geschlossen, da sich auf gefrorenen Böden gefährliche Glätte bilden könne. 

Betroffen waren unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin, das Neue Palais in Potsdam und der Park Sanssouci. Die Parks und die Schlösser darin seien am Dienstag wieder regulär offen. Die Stiftung schloss aber nicht aus, dass Gefahrenbereiche in den Parks und Gärten teilweise gesperrt sein könnten und riet zu besonderer Vorsicht.

Wegen überfrierender Nässe und gefährlicher Glätte blieb auch der Branitzer Park in Cottbus vorerst geschlossen. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz ging davon aus, dass weitere Niederschläge auf gefrorene Böden treffen und die Wege vereisen lassen könnten. Auch in den kommenden Tagen könne es Schließungen geben. Im Park gilt ein eingeschränkter Winterdienst.

Der Deutsche Wetterdienst erwartete für die Nacht zum Dienstag anfangs noch etwas Schnee oder gefrierenden Sprühregen. Die zweite Nachthälfte sollte aber weitgehend niederschlagsfrei sein. Auch am Dienstag soll es demnach meist nicht schneien oder regnen.