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UmweltSchutzgemeinschaft: Keine Erholung für Wald in diesem Jahr

Viele Bäume im Wald sind geschädigt: Trockenheit und Hitze setzen den Pflanzen zu. Hat sich der Zustand der Wälder in Brandenburg in diesem Jahr aufgrund höherer Niederschläge gebessert?

Von dpa 10.12.2023, 09:03
Bäume in einem Kiefernwald.
Bäume in einem Kiefernwald. Patrick Pleul/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Symbolbild

Postdam/Eberswalde - Der Regen in diesem Jahr hat dem gestressten Wald in Brandenburg nach Angaben von Naturschützern keine echte Erholung gebracht. Sorgen macht der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vor allem die Buche, obwohl es 2023 feuchter war als in den Vorjahren.

An diesem Montag stellt Agrarminister Axel Vogel (Grüne) den aktuellen Bericht zum Waldzustand vor. Im vergangenen Jahr hatte es geheißen, der Anteil von gesunden Eichen, Buchen und Kiefern sei geschrumpft. Nur noch acht Prozent aller Waldbäume waren 2022 ohne sichtbare Schäden.

„Die Situation ist weiter angespannt“, sagte der Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Michael Luthardt, mit Blick auf die Entwicklung in diesem Jahr. Trotz besserer Witterung für den Wald mit mehr Niederschlägen seien die Langzeitfolgen der Trockenjahre noch zu spüren. In einer Tiefe von 1 bis 1,50 Metern sei es nach wie vor zu trocken.

Der Waldzustand habe sich insgesamt zwar leicht verbessert - nicht jedoch für die Baumart Buche, sagte der Naturschützer. „Sie macht uns die größte Sorge“, sagte Luthardt. Die Buche gelte als eine wichtige Alternative etwa zu Kiefern.

„Wir müssen uns wahrscheinlich auf andere Baumarten konzentrieren“, so Luthardt. Er nannte den Ahorn, der oft an Straßen und in Parks steht und dessen Samen sich weit ausbreiten können. Allerdings wird diese Baumart dem Waldschützer zufolge gerne von Rehen verbissen. „Wenn die Tiere die Auswahl haben, nehmen sie sich besonders den Ahorn vor.“

In Brandenburg gibt es rund 1,1 Millionen Hektar Wald auf mehr als einem Drittel der Landesfläche. Dominierend ist die Kiefer.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war es in Brandenburg trotz überdurchschnittlicher Regenfälle in diesem Herbst trockener als in den anderen Bundesländern.