Schifffahrt

Seeleute leiden immer noch unter Corona-Beschränkungen

Von dpa 17.09.2021, 06:04 • Aktualisiert: 18.09.2021, 22:03
Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“.
Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. Tom Weller/dpa/Symbolbild

Bremerhaven/Hamburg - Wegen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie müssen Seeleute oftmals auf Landgänge während ihres Einsatzes verzichten und deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Manche Reedereien verböten Schiffsbesatzungen, an Land zu gehen - aus Angst, dass sie das Coronavirus an Bord bringen, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Susana Ventura: „Das ist nicht akzeptabel und rechtlich fragwürdig.“ In anderen Fällen seien es Länder, die einen Zutritt selbst in medizinischen Notfällen verweigerten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Seeleute wegen der Pandemie länger als vertraglich vereinbart an Bord blieben, weil der Crewwechsel nicht rechtzeitig klappe. „In vielen Länder gibt es Reisebeschränkungen für Seeleute aufgrund ihrer Nationalität“, sagt Bianca Frömming, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere. Für einen deutschen Seemann sei es deutlich einfacher zu reisen, als für einen indischen.