Gerhard Schröders Ehefrau

"Verschleppt und vergewaltigt": Zoff zwischen Soyeon Schröder-Kim und Doris Schröder-Köpf um Sex-Sklavin-Statue im Büro

Die fünfte Ehefrau und aktuelle Altkanzlergattin von Gerhard Schröder hat ihre Vorgängerin mit einem Instagram-Post öffentlich angegriffen.

Von Samantha Günther
Altbundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Kim.
Altbundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Kim. Archivfoto: picture alliance/dpa | Martin Schutt

Berlin/Hannover - Die "Trostfrau" - sie soll eigentlich für Frieden stehen, sorgt jedoch für einen unschönen Streit zwischen Soyeon Schröder-Kim und Doris Schröder-Köpf. Das Kunstobjekt steht im Eingangsbereich des Büros von Altbundeskanzler Gerhard Schröder. 

Verärgert äußerte sich die aktuelle Altkanzlergattin Soyeon Schröder-Kim auf ihrem Instagram-Kanal am Mittwoch. "Doris Schröder-Köpf fordert, die Friedensstatue im Eingangsbereich unseres Büros zu entfernen", schreibt die 53-Jährige frustriert zu einem Foto der Statue.

Die Bronzestatue einer koreanischen Zwangsprostituierten der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg ist ein Mahnmal gegen sexuelle Kriegsgewalt.
Die Bronzestatue einer koreanischen Zwangsprostituierten der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg ist ein Mahnmal gegen sexuelle Kriegsgewalt.

Mahnmal gegen sexuelle Kriegsgewalt

Die Bronzestatue einer koreanischen Zwangsprostituierten der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg ist ein Mahnmal gegen sexuelle Kriegsgewalt. So erinnert sie an mindestens 200.000 Frauen, die Japan im II. Weltkrieg sexuell versklavte. Die Opfer kamen aus 14 Ländern, vor allem aus Korea, China und aus Japan selbst. Euphemistisch wurden sie "Trostfrauen2" genannt.

Für Soyeon Schröder-Kim ist die Bedeutung der Friedensstatue noch viel größer, sie "ist zugleich ein Mahnmal gegen Kriegsgewalt gegen Frauen weltweit", schreibt sie in ihrem Statement. Die Altkanzler-Ehefrau erklärt, dass die japanische Regierung im letzten Jahr auf die "Entfernung dieser Statue drängte, um ihre brutalen Kriegsverbrechen zu verschweigen, anstatt aufzuarbeiten."

Dabei übte Japan enormen Druck auf das Auswärtige Amt aus. Deshalb ist es für die südkoreanische Wirtschaftsmanagerin unverständlich, warum sie dieses Friedenssymbol nun aus ihrem Eingangsbereich räumen soll.

"Nun will die Politikerin, die als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe in Niedersachsen arbeitet und sich besonders engagiert für die Rechte unterdrückter Frauen in der Öffentlichkeit darstellen lässt, ausgerechnet eine solche Statue im Eingangsbereich unseres Büros entfernen lassen", wettert Soyeon Schröder-Kim in ihrem Instagram-Text gegen Doris Schröder-Köpf.

Doris Schröder-Köpf fühlt sich für die Sicherheit der Hausbewohner verantwortlich

Ex-Ehefrau Doris Schröder-Köpf blieb auch nach der Trennung von des einstigen SPD-Chefs Miteigentümerin des gemeinsamen Mehrparteien-Haus in Hannover. Laut der "Bild"-Zeitung hatte Schröder-Köpf ihrem Ex-Gatten mehrfach über die Hausverwaltung ausrichten lassen, dass mehrere Objekte aus dem Flur entfernt werden sollen. 

Es habe aber keine spezielle Aufforderung gegeben, explizit diese Statue zu entfernen, erklärte sie der Zeitung. Es handele sich vielmehr um eine "generelle Aufforderung, das Treppenhaus aus Sicherheitsgründen von allen überflüssigen Brandlasten freizumachen". Dazu würde eben auch die Statue gehören.

Tatsächlich zog Doris Schröder-Köpf nach der Trennung von Gerhard Schröder zwar aus dem gemeinsamen Mehrparteien-Haus in Hannover aus, blieb aber Miteigentümerin.
Tatsächlich zog Doris Schröder-Köpf nach der Trennung von Gerhard Schröder zwar aus dem gemeinsamen Mehrparteien-Haus in Hannover aus, blieb aber Miteigentümerin.
Archivfoto:picture alliance / dpa | Peter Steffen

So begründet die Ex-Ehefrau ihre Aufforderung gegenüber der Zeitung damit, dass eben für Treppenhäuser, die ja Fluchtwege sind, besondere Brandschutzregeln gelten. "Ich komme nur meiner Verantwortung und Pflicht nach. So eine Unterstellung ist absurd", betonte die 57-Jährige in Bezug auf die Vorwürfe Schröder-Kims.