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Blick auf Satire-Landschaft Comedian Appelt dankbar für Trump und Putin - rein beruflich

Der Künstler beklagt, dass heute kaum jemand noch Bundespolitiker erkenne – mit einer Ausnahme.

Von dpa 01.02.2026, 06:00
Kanzlerin Merkel sei für ihn als Comedian „total langweilig“ gewesen, sagt Appelt. (Archivbild)
Kanzlerin Merkel sei für ihn als Comedian „total langweilig“ gewesen, sagt Appelt. (Archivbild) Rolf Vennenbernd/dpa

Berlin - Comedian Ingo Appelt ist dankbar für US-Präsident Donald Trump und dessen russischen Kollegen Wladimir Putin - wenn auch aus rein beruflichen Gründen. „Das sind für Komiker einfach lohnenswerte Objekte“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dagegen sei die Amtszeit von Angela Merkel als Bundeskanzlerin für einen Comedian „total langweilig“ gewesen. „Das Parodieren der Kanzlerin ging fast nur über Äußerlichkeiten. Inhaltlich war da wenig.“

Er sei noch mit „Typen“ wie dem für markige Auftritte bekannten CSU-Politiker Franz Josef Strauß groß geworden. „Heute erkennt das Publikum keine drei Bundespolitiker mehr.“ Deshalb parodiere er nur noch den früheren Kanzler Helmut Kohl. „Der ist der Einzige, den alle noch kennen.“

„Man darf nichts mehr sagen“? Unsinn, sagt Appelt

Appelt rief jüngere Kolleginnen und Kollegen zu mehr Courage auf. „Manche trauen sich nicht, auf der Bühne engagiert Klartext zu reden. Das scheint ja zu einer Grundhaltung in Deutschland geworden zu sein: "Man darf nichts mehr sagen."“ Was Unsinn sei. „Es ist einfach so, dass nicht jedermanns Meinung interessiert. Das war aber schon immer so.“

Appelt ist in Essen geboren und in Würzburg aufgewachsen. Der 58-Jährige ist unter anderem Stammgast der ARD-Satiresendung „Nuhr im Ersten“.