Frauenrechte in den 60ern Iris Berben: Habe keinen Grund für eine Ehe gesehen
„Den Ehemann fragen, ob ich arbeiten darf?“ Iris Berben sagt, warum sie sich gegen die Ehe entscheidet – und was Unabhängigkeit für sie bedeutet.

Berlin - Schauspielerin Iris Berben (75) wollte nie heiraten: „Ich bin in den 60er Jahren sozialisiert und politisiert worden. Wir wollten uns vom Elternhaus und Großelternhaus absetzen – von festgefahrenen, verkrusteten Normen, von einer Generation, die keine Verantwortung übernehmen wollte für das, was geschehen war“, sagte Berben dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. (RND). „Ehe war für mich das Letzte, was ich mir vorstellen konnte“, sagte die Schauspielerin, die seit rund 20 Jahren mit Heiko Kiesow liiert ist.
Berben verweist auch auf die rechtliche Lage zu der Zeit: „In den 60ern musstest du noch deinen Ehemann fragen, ob du arbeiten darfst als Frau. Von diesem Korsett wollten wir uns befreien.“ Dann seien die Jahre vergangen. „Ich bin jetzt 75 und habe immer noch nicht geheiratet“, ergänzte sie. „Ich habe keinen Grund für eine Ehe gesehen. Der Unabhängigkeitsgedanke ist mein Leben lang geblieben.“ Sie sei aber keine Ehegegnerin, sagte Berben.