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Wohnen Studie: In Niedersachsen und Bremen fehlen 130.000 Wohnungen

Laut einer Studie fehlen in Niedersachsen und Bremen bereits 130.000 Wohnungen. Bis 2030 steigt der Bedarf weiter – und eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Von dpa 15.01.2026, 11:50
In Niedersachsen und Bremen müssten laut einer Studie Zehntausende neu Wohnungen gebaut werden. (Symbolfoto)
In Niedersachsen und Bremen müssten laut einer Studie Zehntausende neu Wohnungen gebaut werden. (Symbolfoto) Julian Stratenschulte/dpa

Berlin/Hannover - In Niedersachsen und Bremen fehlen einer Studie zufolge mehr als 100.000 Wohnungen. Ende 2024 habe das Defizit in den beiden Bundesländern bereits bei 130.000 Wohnungen gelegen, heißt es in dem „Sozialen Wohn-Monitor 2026“, den das Pestel-Institut zusammen mit dem Bündnis Soziales Wohnen in Berlin vorgestellt hat. 117.000 Wohnungen fehlten demnach in Niedersachsen, 13.000 im Land Bremen. 

Bis 2030, so schätzt das Wirtschaftsforschungsinstitut, seien bei einer steigenden Zahl von Haushalten bis 250.000 neue Wohnungen im Nordwesten nötig, 232.000 in Niedersachsen und 18.000 in Bremen. Dafür müssten Jahr für Jahr fast 42.000 Wohnungen neu gebaut werden. 

Der Wohnungsmangel in Deutschland hat nach Einschätzung des Pestel-Instituts bereits Ende 2024 einen Rekordstand von bundesweit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen erreicht. Besserung in den nächsten Jahren ist der Studie zufolge nicht in Sicht, berichtet Pestel-Chefökonom Matthias Günther in Berlin. 

Auftraggeber der Studie war das Bündnis Soziales Wohnen, ein Zusammenschluss des Deutschen Mieterbunds, der IG Bau, der Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und anderer Organisationen. Das Bündnis forderte einen Bund-Länder-Pakt für den Wohnungsbau, insbesondere den Bau von mehr Sozialwohnungen.