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Verhandlungsauftakt Tarifgespräche für Chemie-Beschäftigte im Norden starten

Arbeitgeber fordern eine „tarifpolitische Atempause“, die IG BCE sieht „massiven Nachholbedarf bei den Löhnen“. In Hannover starten die Tarifgespräche für die Chemiebranche.

Von dpa 20.01.2026, 03:30
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) fordert spürbare Lohnerhöhungen. (Symbolbild)
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) fordert spürbare Lohnerhöhungen. (Symbolbild) Michael Matthey/dpa

Hannover - In Hannover starten heute (10.30 Uhr) die regionalen Tarifverhandlungen für die norddeutsche Chemie- und Pharmaindustrie. In den Gesprächen geht es um die Vergütung der rund 68.000 Beschäftigten in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Während der Arbeitgeberverband ChemieNord eine „tarifpolitische Atempause“ verlangt, fordert die Gewerkschaft IG BCE eine Lohnerhöhung, „die die Kaufkraft weiter stärkt“.

Die Branche ist im Norden vor allem mittelständisch geprägt, 86 Prozent der Betriebe haben laut ChemieNord weniger als 500 Beschäftigte. Und viele hätten schon jetzt mit hohen Arbeitskosten zu kämpfen, so der Arbeitgeberverband. Die IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) sieht dagegen weiter „massiven Nachholbedarf bei den Löhnen“. Auf eine prozentuale Lohnforderung hat die Gewerkschaft bundesweit verzichtet. 

Gewerkschaft und Arbeitgeber verhandeln derzeit in neun regionalen Tarifrunden, jeweils nur an einem Tag. Gibt es hier keine Einigung, so sollen am 3. Februar bundesweite Gespräche starten, die dann ebenfalls in Hannover beginnen. Verhandelt wird dann für insgesamt 585.000 Beschäftigte in ganz Deutschland.