Gesellschaftliches Engagement Turngemeinde Herford gewinnt „Großen Stern des Sports“
Die Turngemeinde Herford erhält den Ehrenamtspreis für ihr gesellschaftliches Engagement. Für Bundespräsident Steinmeier stellen die Sportvereine gelebte Demokratie dar.

Berlin - Die Turngemeinde Herford von 1860 hat den „Großen Stern des Sports“ erhalten. Mit dem Projekt „Vereinsheld 2025“ fördert die 4.000 Mitglieder fassende Turngemeinde in ihren 23 Sportabteilungen das Ehrenamt. Dabei gibt es etwa besondere Qualifizierungen, Netzwerktreffen oder finanzielle Unterstützung für junge Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis bei einem Festakt in der DZ Bank am Brandenburger Tor. Seit 2004 wird der „Große Stern des Sports“ vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken verliehen.
Vereine wirken der Entfremdung entgegen
„Ohne dieses Engagement in den kleinen Vereinen ginge gar nichts in Deutschland“, sagte Steinmeier. Die Vereine würden der Entfremdung unserer Gesellschaft entgegenwirken: „In den Vereinen kann man etwas gemeinsam bewirken. Da geht es nicht nur um Sport, sondern um Demokratie leben.“
Den zweiten Platz hinter dem ostwestfälischen Herford belegte der VfB Eilenburg aus Sachsen, der dafür und 7.500 Euro erhielt. Der Verein fördert mit in einem Projekt junge Schiedsrichter, die von älteren Kollegen auf und neben dem Feld unterstützt werden. So sollen sie ihre Angst verlieren und viel Selbstvertrauen durch den Schutz der Älteren erhalten.
14 Vereine auf dem vierten Platz
Den mit 5.000 Euro verbundenen dritten Rang belegte der MTV Stuttgart 1843. Mit der im Februar 2025 gegründeten Parasport-Akademie werden Menschen mit Behinderungen durch professionelles Training gefördert - was beim Ziel einer Paralympics-Teilnahme helfen soll.
Hinter den drei Siegern werden alle restlichen Landessieger, die im vergangenen Jahr den „Großen Stern des Sports“ in Silber erhalten und sich für das Finale qualifiziert hatten, auf dem vierten Platz geführt. Sie erhalten jeweils 1.000 Euro.