1. Startseite
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Champions League: „Nicht bissig genug“: Bayer Leverkusen patzt auch in Piräus

Champions League „Nicht bissig genug“: Bayer Leverkusen patzt auch in Piräus

In hitziger Atmosphäre bei Olympiakos Piräus verliert Bayer Leverkusen mit 0:2. Die Werkself bleibt damit in diesem Jahr weiter sieglos. Nun droht das Aus in der Champions League.

Von Jana Glose, dpa Aktualisiert: 20.01.2026, 23:26
Leverkusens Christian Kofane scheitert an Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis.
Leverkusens Christian Kofane scheitert an Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis. Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Piräus - Die Enttäuschung war den Spielern von Bayer Leverkusen nach der dritten Niederlage in diesem Jahr deutlich anzusehen. Auch in der Champions League setzte der Fußball-Bundesligist seinen verkorksten Jahresstart fort: Beim griechischen Meister Olympiakos Piräus unterlag die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand mit 0:2 (0:2). Ohne Punktgewinn ist Leverkusen damit noch nicht sicher für die K.o.-Runde qualifiziert. 

„Wir haben die Chancen nicht rein gemacht. Wir haben manchmal nicht mutig genug gespielt oder die freien Spieler gefunden. Dann mussten wir lange Bälle spielen und haben die Duelle um die zweiten Bälle nicht gewonnen. Wir waren nicht bissig genug“, sagte Ibrahim Maza nach Abpfiff bei DAZN sichtlich enttäuscht.

Vor rund 33.000 Fans im Georgios Karaiskakis Stadion trafen Costinha (2. Minute) und Mehdi Taremi (45.+1) für die Hausherren. Bei nur noch einem verbleibenden Spieltag in der Ligaphase verharrt die Werkself nach der Niederlage bei neun Punkten und steht im letzten Spiel gegen Villareal am Mittwoch, 28. Januar, unter Zugzwang. Im Vorjahr waren für einen Platz unter den ersten 24 und die Teilnahme an den Playoffs mindestens elf Punkte nötig. 

Fehlstart für die Werkself 

Neben dem Startelfdebüt von Janis Blaswich nach der Verletzung von Stammkeeper Mark Flekken reagierte Hjulmand auf den Ausfall von Nathan Tella, indem Lucas Vázquez auf der rechten Seite der Viererkette im Mittelfeld begann. „Die Champions League ist ein anderer Wettbewerb und eine gute Möglichkeit, ein gutes Spiel zu machen. Wenn wir dieses Spiel gewinnen, haben wir ein Ziel für diese Saison erreicht“, sagte der Trainer vor der Partie. 

Doch Bayer erwischte einen denkbar schlechten Start. Bereits nach weniger als zwei Minuten brachte Costinha Piräus mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke unbedrängt in Führung. Die Werkself versuchte unter ohrenbetäubender Atmosphäre schnell zu antworten, doch Loic Badé scheiterte im Fallen mit einem schwachen Schuss an Konstantinos Tzolakis (11.), Vázquez’ Abschluss aus spitzem Winkel parierte der Keeper mit der Schulter (16.).

Chancenplus und eiskaltes Kontertor 

Während der Gegner weiter extrem hoch presste, kombinierte sich Leverkusen immer wieder durch die wenigen Lücken nach vorne. Trotz Chancenplus scheiterte die Mannschaft immer wieder auch an Torhüter Tzolakis. Eine Riesenchance setze Vázquez (43.) völlig frei über das Tor. Und dann bestraften die Hausherren die vergebenen Chancen kurz vor der Pause mit einem eiskalten Konter: Taremi entwischte der Bayer-Defensive und traf zum 2:0. 

Nach dem Seitenwechsel sahen die 1.400 mitgereisten Bayer-Fans einen engagierten Neustart ihrer Mannschaft. Doch einmal mehr war es Tzolakis, der einen Schuss von Maza auf spitzem Winkel (47.) per Fußabwehr entschärfte. Die Griechen kämpften sich jedoch zurück, beruhigten das Spiel durch mehr Ballbesitz und profitierten weiterhin von der Unterstützung ihrer Fans, die sich förmlich in einen Rausch sangen.

Derweil scheiterten Leverkusens Offensivbemühungen immer wieder an einer kompakten Defensive. Der eingewechselte Patrik Schick hatte nach einem Traumpass von Aleix Garcia auf Arthur die beste Chance nach der Pause, doch Tzolakis machte sich groß und entschärfte auch diesen Versuch (81.). Piräus hielt die Abwehr bis zum Schluss stabil und brachte den Sieg ohne größere eigene Offensivaktionen in der zweiten Halbzeit über die Zeit.