gesundheit

Abnehmen mit "Folterapparat": Kiefersperre soll Pfunde purzeln lassen

Eine kuriose Methode abzunehmen kommt dieser Tage aus Neuseeland: Die Kiefersperre. Wenn die einen Wissenschaftler von "Weltneuheit" raunen, sprechen die anderen vom "Folterapparat". 

Übergewicht bekämpfen in dem man eine Kiefersperre eingesetzt bekommt? Klingt kurios, wurde in Neuseeland aber bei einem Feldversuch Wirklichkeit. 
Übergewicht bekämpfen in dem man eine Kiefersperre eingesetzt bekommt? Klingt kurios, wurde in Neuseeland aber bei einem Feldversuch Wirklichkeit.  Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Clara Molden

Wellington (nc) - Überschüssige Pfunde loswerden, bedeutet für viele Menschen eine schier unüberwindbare Aufgabe. Doch eine neue Art, Kilos purzeln zu lassen, kommt nun aus Neuseeland: Die Kiefersperre.

Wie die Welt berichtet, wurden Abnehmwilligen in Neuseeland, Magnete in den Kiefer eingesetzt. Das sogenannte "Dental Slim Diet Control". Träger dieses Geräts sind nicht mehr dazu in der Lage ihre Kiefer zu öffnen - Magnete halten Ober- und Unterkiefer zusammen. Ganz nach dem Motto: Wenn ich meinen Mund nicht öffnen kann, kann ich auch keine Kalorien aufnehmen.

Was jedoch nur bedingt der Fall ist: Flüssigkeiten können selbst mit Sperre noch konsumiert werden, erklärt der leitende Wissenschaftler des Projekts, Paul Brunten. Die Backenzähne sollen sich ganze zwei Millimeter weit öffnen lassen. 

Die Entwickler der Sperre sprechen von einer "Weltpremiere", versichern, dass das Sprechen und Atmen keine Probleme beim Träger verursachen würde. Andere Wissenschaftler sprechen derweil von einer "abstoßenden und entmenschlichenden" Methode, so die Welt. Vergleiche mit "mittelalterlichen Folterapparaten", machen die Runde.

Ergebnis erfolgreich?

Doch, wie steht es um den Erfolg der Kiefersperre? Im Durchschnitt, so das Ergebnis der Studie, sei ein Gewichtsverlust von 6,36 Kilogramm zu verzeichnen gewesen - in nur zwei Wochen.

In den sozialen Netzwerken sprechen in diesem Zuge einige User von einer neuen Art des sogenannten "Fatshaming", also dem Herabwürdigen von Übergewichtigen - vorwiegend im Internet. Ob und wann das Produkt auf den Markt kommt, ist aktuell noch ungewiss.