halterin verklagt

Düsseldorf: Tierklinik verlangt nach Behandlung 25.000 Euro von Hundehalterin

Ein Schock für die Besitzerin des Hundes "Rufus" aus Düsseldorf: Nach einem Stich eines Eichenprozessionsspinners muss "Rufus" in einer Tierklinik behandelt werden. Als die Halterin nach den Eingriffen auf die Tierarztrechnung schaut, traut sie ihren Augen nicht.

25.10.2021, 15:56 • Aktualisiert: 25.10.2021, 16:13
Die Tierkrankenversicherung habe sich  lediglich mit 2700 Euro an den Kosten beteiligt. Foto: Sven Hoppe/Symbol/
Die Tierkrankenversicherung habe sich  lediglich mit 2700 Euro an den Kosten beteiligt. Foto: Sven Hoppe/Symbol/ dpa

Düsseldorf/ DUR/ lb - Im April 2020 wurde der Rüde "Rufus" von einem Eichenprozessionsspinner gestochen. Folglich wurde der Hund schwer krank.

Es kam zu Entzündungen und ganze Hautpartien starben ab, berichtet der "express". Mehrere Operationen wurden unternommen, um dem damals sechs Jahre alten "Rufus" zu helfen. Doch diese Eingriffe hatten ihren Preis - rund 26.000 Euro. Da "Rufus" Frauchen (70) nicht den ganzen Betrag zahlen konnte, verklagte die Tierklinik sie schließlich. Nun standen sich beide Parteien gegenüber.

"Rufus" war vor allem für die im Rollstuhl sitzende Tochter der Familie ein wichtiger Gefährte: "Er läuft ganz geduldig neben ihrem Rollstuhl her“ – und er beschütze die behinderte Tochter auf jedem gemeinsamen Ausflug, erklärt die Hundebesitzerin während der Verhandlung. Weiter fügt sie hinzu: "Wenn ich die Kosten der Behandlung hätte abschätzen können, hätte ich dem Hund das Leiden erspart."

Halterin muss sich Geld leihen

Laut Klage soll die 70-Jährige der Klinik versichert haben, "Geld spielt keine Rolle, man solle alles tun, damit der Hund wieder gesund wird." Insgesamt befand sich der Hund sieben Monate in Behandlung, drei davon sogar stationär. 

Um die Kosten zahlen zu können, habe sich die Halterin auch Geld von Freunden und Familie geliehen. Doch, dass der Betrag schlussendlich so hoch werdenwürde, sei ihr nicht klar gewesen. Ihre Versicherung beteiligte sich lediglich mit 2700 Euro an den Tierarztkosten.

Während der Verhandlung ging es um eine Restsumme von rund 8000 Euro. Beide Parteien konnten sich auf eine Restzahlung von 6000 Euro, zahlbar in 250-Euro-Raten, einigen. Ihr Hund "Rufus" hat dennoch weiterhin mit den Folgen der Erkrankung und der Eingriffe zu kämpfen.